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Würdezeichen

Bischofswappen

Das Bischofswappen stellt das Leitbild von Bischof Dr. Gebhard Fürst mit den Mitteln der kirchlichen Heraldik dar.

Der Fisch und der Korb mit fünf Broten im Zentrum des Wappens nimmt ein Motiv aus den römischen Katakomben auf und erinnert an die Speisung der Fünftausend im Matthäusevangelium (Mt 14,13-21). Zugleich gilt das griechische Wort „IXTHYS“ (= Fisch) seit dem frühen Christentum als Abkürzung für „Jesus Christus, Gottes Sohn, Heiland“. Fisch, Korb und Brote sind rot dargestellt als Zeichen der Liebe Jesu Christi, der sein Leben für die Menschen hingegeben hat. So stehen Korb und Brote gleichzeitig für Kelch und Hostien aus der Eucharistiefeier. Der silberne Hintergrund steht für das Licht und verdeutlicht die Feier der Eucharistie als Zentrum des Glaubens, so wie der Dienst an den Menschen in der Nachfolge Jesu Christi und die Eucharistie im Mittelpunkt des bischöflichen Dienstes stehen. Dahinter ist das Wappen der Diözese Rottenburg-Stuttgart zu sehen: ein Kreuz aus den württembergischen Landesfarben Gold und Schwarz. Darüber finden sich ein goldenes Vortragekreuz und ein Bischofshut mit zwölf Quasten.

Bilderstrecke mit den Details des Bischofswappens


Der Wahlspruch

Der Wahlspruch von Bischof Gebhard Fürst stammt aus dem Großen Glaubensbekenntnis: „Propter nos homines et propter nostram salutem descendit de caelis.“ – „Für uns Menschen und um unseres Heiles willen ist er vom Himmel herabgestiegen.“

Damit stellt der Bischof seinen Dienst in die heilende und befreiende Botschaft Jesu Christi: Gott ist für uns Mensch geworden. Zu unserem Heil hat Jesus Christus gelebt, ist gestorben und auferstanden. Unser Leben ist nicht zum Scheitern bestimmt. In der Nachfolge Jesu hat die Kirche den Auftrag zu heilen, zu versöhnen und dazu beizutragen, dass das Leben gelingt.

„Propter nostram salutem“ –
„Um unseres Heiles willen“

Insignien

Brustkreuz (Pektorale)

Das Brustkreuz (lat. Pektorale) ist bischöfliches Zeichen der Zugehörigkeit zu Christus. Auch Äbte, Äbtissinnen, Kardinäle und der Papst tragen ein Brustkreuz.

Die Mitte des Pektorales ziert ein kleines Goldblattkreuz, das die Verbundenheit des Bischofs mit der Glaubensgeschichte seiner Diözese ausdrückt: Diese kleinen Kreuze schmückten im alemannischen Raum die Verstorbenen bei der Bestattung und symbolisierten so den Glauben an die Auferstehung durch Jesus Christus. Das Pektorale trägt die Nachbildung eines Goldblattkreuzes, mit dem vor 1.400 Jahren eine Frau in der Nähe von Rottenburg beerdigt wurde.

Hirtenstab

Der Bischofsstab besteht aus Krümme, Schaft und einer abgestumpften Spitze. Sie versinnbildlichen, wie ein Bischof in seinem Amt wahrnimmt: er soll versammeln und Gemeinschaft stiften, sein Amt aufrecht und geradlinig ausführen und die Gläubigen ermuntern. Allerdings soll er nicht mit Schärfe vorgehen, sondern Verständnis und Rücksicht walten lassen, deshalb die stumpfe Spitze.

Der Bischofsstab von Bischof Gebhard Fürst ist aus Ebenholz gefertigt. In die Krümme wurde ein Aquamarin gefasst. In den Knauf ist die Inschrift „Memento, homo, quia pulvis es“ – „Gedenke, Mensch, Staub bist du“ eingraviert. Dieses Zitat aus Gen 3,19 weist auf die Endlichkeit und Vergänglichkeit allen menschlichen Tuns hin und blickt auf die Hinfälligkeit und Gefährdung, die von irdischer Macht ausgeht.

Bischofsring

Der Bischofsring steht (ähnlich wie der Ehering) für Treue und Verbundenheit des Bischofs mit der Kirche. Früher hatte er auch die Funktion eines Amts- und Siegelzeichens.

Im Pontifikalring, den Bischof Fürst im Gottesdienst trägt, ist ein Aquamarin gefasst. Der Name dieses Steins (lat.: aqua mare = Wasser, Meer) rührt von seiner meerwassergleichen Farbe. Schon in der Antike galt der Aquamarin als Heilstein, Schmuckstein und Amulett. Im Christentum erinnert der Stein an den Apostel Thomas. Dieser zweifelte zunächst an der Auferstehung Jesu. Nachdem Jesus ihn aufforderte, seine Wundmale zu berühren, bekannte er: „Mein Herr und mein Gott!“ Als erster der Jünger erkannte er somit die göttliche Natur Christi (Joh 20,24-29). Eingefasst ist der Aquamarin von zwei Fischen, die – wie schon im Bischofswappen – Symbol für Jesus Christus sind.