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Dom und Konkathedrale

Dom Sankt Martin in Rottenburg

Der Dom Sankt Martin bildet mit dem Marktplatz die Mitte der schwäbischen Bischofsstadt Rottenburg am Neckar. Seinen 58 Meter hohen spätgotischen Turm krönt ein durchbrochener Helm mit der Darstellung des Diözesanpatrons. Hinter dem schlichten Hauptportal öffnet sich ein von Licht durchfluteter Kirchenraum - Zeugnis vom himmlischen Licht, das Jesus Christus in die Welt brachte.

Geschichte des Doms

Am Ort des heutigen Martinsdoms wurde um 1280 eine frühgotische Liebfrauenkapelle erbaut. An ihre Stelle trat die gotische Stadtpfarrkirche, deren Bau 1424 begann. Ihr Name und Patrozinium Sankt Martin, übernommen von der Pfarrkirche im Dorf Sülchen, ist erstmals für das Jahr 1436 bezeugt. Diese Kirche fiel 1644 einem Stadtbrand zum Opfer, erstand im barocken Stil neu und erhielt am 8. September 1655 die Weihe. Mit der Errichtung des Bischofssitzes in Rottenburg wurde Sankt Martin im Jahr 1828 Kathedrale der Diözese, blieb aber zugleich auch Pfarrkirche.

Mehrere Renovierungen passten das Innere der Domkirche dem Stil der jeweiligen Zeit an: Neugotik (1867/68 und 1897), Neubarock (1927/28), Purismus (1955/56) und Neubarock/Eklektizismus (1977/78). Architektonische und ästhetische Gründe machten in den Jahren 2001 bis 2003 eine erneute Renovierung notwendig. Sie erfolgte nach Plänen des Architekturbüros Hahn Helten, Aachen. Die Wiedereröffnung des Domes gehörte zu den Höhepunkten der Feiern zum 175-jährigen Bestehen der Diözese. Der neugestaltete Innenraum lädt zu festlichen Gottesdiensten, zu Stille und Gebet ein. Das Äußere erhielt durch die Sanierung des Turmes 2012/13 eine optische Aufhellung.


Domkirche Sankt Eberhard in Stuttgart

Die Kirche Sankt Eberhard, Konkathedrale der Diözese Rottenburg-Stuttgart, fügt sich auf gleicher Höhe in die Reihe der Gebäude entlang der Stuttgarter Königstraße ein und sticht mit ihrer roten Sandsteinfassade und dem schlanken Turm doch hervor. Wenige Stufen führen von der zentralen Fußgängerzone der Landeshauptstadt in die Ruhe und Konzentration des Gotteshauses, welche Lärm und Hektik der Großstadt schnell vergessen lassen. Name und Patronat der Domkirche gehen auf den heiligen Erzbischof Eberhard I. von Salzburg und den seligen Eberhard VI. von Nellenburg zurück.

Geschichte der Domkirche

Sankt Eberhard ist der erste katholische Kirchenneubau seit der Reformation in der protestantisch geprägten württembergischen Hauptstadt. 1808 wurde die ehemalige evangelische Hofkirche auf der Solitude abgetragen und für die Katholiken in der Stuttgarter Königstraße wieder aufgebaut, am 1. Oktober 1811 erhielt sie die Weihe. Von dieser Vorgängerkirche sind heute nur noch der Grundriss und das die Fassade kennzeichnende Türmchen mit der Spitzkuppel erhalten. Beim Umbau 1933/34 machten Farbigkeit und Bilderreichtum klassizistischer Strenge Platz.

1944 brannte die Kirche nach einem Bombenangriff vollständig aus. Sie wurde mit einfachen Materialien notdürftig wieder aufgebaut und 1955 geweiht. Zum 150-Jahr-Jubiläum 1978 bekam die Diözese den Doppelnamen Rottenburg-Stuttgart und Sankt Eberhard wurde zur Konkathedrale erhoben. In den Jahren 1990/91 erhielt das Innere des Gotteshauses nach Plänen Bert Perlias, Stuttgart, seine jetzige Gestalt und 2008 mehr Helligkeit. In der Rupert-Mayer-Kapelle gedenken die Christen des in Stuttgart geborenen und 1987 seliggesprochenen Priesters, der von den Nationalsozialisten verfolgt, inhaftiert und mit Predigtverbot belegt wurde.