Die heiligen Öle werden in der Diözese Rottenburg-Stuttgart am Montag nach Palmsonntag vom Bischof in der Chrisammesse gesegnet und für den liturgischen Gebrauch geweiht.
Nach der Weihe werden die Öle durch die "Ölboten" in die Dekanate und Kirchengemeinden überbracht. Dort werden sie zu Beginn der Gründonnerstagsmesse feierlich in die Kirche hineingetragen. Heilige Öle werden als Salböle für sakramentale Handlungen verwendet.
Mit Chrisamöl wird bei der Feier der Taufe, der Firmung, der Diakonen-, Priester- und Bischofsweihe gesalbt. Es besteht aus Olivenöl und einem einem Gemisch aus Myrrhe, Zimt, Kalmus oder Cassia. Bereits das Buch Exodus erwähnt die genaue Zusammensetzung des Chrisamöls (Ex 30,22-33).
Der ähnliche Klang von Chrisam und Christus ist nicht zufällig: "Christos" ist das griechische Wort für das hebräische "Messias" und bedeutet "der Gesalbte". Im Alten Testament wurden Priester, Propheten und Könige als Zeichen der Heiligung gesalbt. Die Salbung mit Chrisam bei der Taufe wird so zum Zeichen dafür, dass die Getauften durch Christus Anteil haben an seinem König-, Propheten- und Priestertum.
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