"Sie sind Trägerinnen einer Botschaft der Freude, die durch ihr Leben ausstrahlen und weitergehen soll", ermunterte Weihbischof Dr. Johannes Kreidler die fünf Frauen, die er am Samstag in Ehingen für den Dienst als Gemeindereferentinnen beauftragte.
Mit dem Leitwort „Freut euch! Der euch beruft, ist treu“ aus dem Tessalonicherbrief hatten sich die bisherigen Gemeindessistentinnen intensiv auseinandergesetzt. Sie brachten sich persönlich in den lebendigen Gottesdienst ein, für den die Stadtpfarrkirche St. Blasius einen festlichen Rahmen bot. "Unsere Diözese darf sich freuen und glücklich schätzen, wenn Sie als neue Gemeindereferentinnen zum Dienst in der Kirche beauftragt werden" rief Weihbischof Dr. Johannes Kreidler den jungen Frauen zu.
Die Zeit und die Welt, in welche Gott die Gemeindereferentinnen durch ihre Berufung sendet, bieten oft wenig Anlass zur Freude. Und zur Kirche gehen immer mehr Menschen auf Distanz. "Auch engagierte Leute aus den Gemeinden, weil sie sagen, den Reformstau nicht mehr mittragen zu wollen und weil sie den Eindruck haben, die Stellschrauben würden immer mehr zurückgedreht", wie der Weibischof feststellte. Echte Freude gehe aber nicht über diese Situation hinweg, sondern durch sie hindurch. Was trage sei die Berufung. "Im Grunde will Berufung jeden Tag neu gelebt, gefunden sein", gab Kreidler den Frauen mit auf den Weg.
Der Weihbischof erinnerte auch an den Beginn des Zweiten Vatikanischen Konzils vor 50 Jahren, das den Laien in der Kirche einen ganz neuen Stellenwert zugemessen habe. Dies betrifft auch den Beruf der Gemeindereferentin. Ihre Ausbildung umfasst das Studium der Religionspädagogik mit diversen Praktika und zwei Jahre in Seelsorgeeinheiten der Diözese mit begleitenden Themenwochen. Die neu beauftragten Frauen bleiben auch nach der Ausbildung an ihren bisherigen Stellen und geben dort Religionsunterricht, machen Kinder- und Jugendarbeit, bieten Erwachsenenbildung an, schulen und betreuen Ehrenamtliche.
|