Wie sich Himmel und Erde berühren, das konnten 100 Erwachsene und 110 Kinder am vergangenen Samstag im Kloster Untermarchtal beim sechsten Fest der Begegnung für Familien und Alleinerziehende erfahren.
Am Vormittag näherten sich die Teilnehmenden spielerisch, kreativ und meditativ dem Thema „Da berühren sich Himmel und Erde“ an. Verschiedene Angebote wie Spiele, Singen und Tanzen, das Knüpfen von Freundschaftsbändern und das Gestalten von Gebetsfahnen luden zum Mitmachen ein. Nach dem Mittagsgebet in der Vinzenzkirche stand beim gemeinsamen Essen die Zeit für Kennenlernen, Begegnung und Austausch im Mittelpunkt.
Nachmittags brachten sich auch jugendlichen Gäste aus Tansania sowie eine Zauberin ins Programm ein. Für die Eltern referierte Professor Dr. Albert Biesinger zum Thema „Weil religiöse Erziehung Eltern und Kindern Zukunft gibt“. Er ging dabei auf prägende Glaubens- und Gotteserfahrungen ein. Die Eltern tauschten sich in Kleingruppen aus und benannten Gedanken, Fragen und Probleme. Der Religionspädagoge ermutigte die Eltern mit ihren Kindern auch offen über schwierige Fragen zu sprechen wie über den Tod, das Leben nach dem Tod oder die Frage, ob es Gott überhaupt gibt.
Er betonte, dass Rituale für Kinder und Jugendliche sehr wichtig sind. Diese Rituale könnten ganz einfach sein wie das tägliche Segnen, wenn die Kinder das Haus verlassen, das Dankgebet fürs Essen oder der tägliche Tagesrückblick, in dem man alles Gott überlassen könne. Auf die Frage, die Söhne und Töchter zum Gottesdienstbesuch verpflichtet werden sollten, rief Biesinger die Eltern dazu auf, ihren Kindern mit Begeisterung den Glauben vorzuleben, so dass der Gottesdienst für die ganze Familie zu der „schönsten Stunde der Woche“ werden könne. Dazu sei eine aktive Mitwirkung in den Kirchengemeinden hilfreich.
Zum Abschluss feierte Superior Edgar Briemle mit den Familien die Eucharistie. Das Evangelium Jesus und dem Zöllner Zachäus verdeutlichte in der szenischen Darstellung, wie sich in der Begegnung mit Jesus Himmel und Erde berühren. Mit strahlenden und zufriedenen Gesichtern und verabschiedeten sich die Teilnehmenden mit „Auf Wiedersehen, bis zum nächsten Jahr“.
Pressemeldung Kloster Untermarchtal/Sr. Marlies Göhr
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