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Trinkwasser für Flüchtlinge im Nordirak

Diözese hilft Opfern „stummer“ Katastrophen


Die Diözese Rottenburg-Stuttgart trägt mit 33.500 Euro zur Finanzierung einer Trinkwasserversorgung für Flüchtlinge im Irak bei. Der Betrag aus dem Fonds für „stumme“, also von den Medien kaum beachtete Katastrophen, kommt den Menschen im Dorf Sharafiya in der Ninive-Ebene im Nordirak zugute.


Von den 100 dort lebenden verfolgten christlichen Familien gehört jede vierte zu den so genannten Binnenflüchtlingen im Land. Zwar hat die Gegend viel Grundwasser, aber die veraltete Trinkwasserversorgung von Sharafiya funktioniert nicht mehr. Nur zweimal wöchentlich beliefern Lastwagen das Dorf für jeweils vier Stunden mit hygienisch meist nicht einwandfreiem Wasser. Mit Elektropumpe, Tanks und Anschluss ans Leitungssystem soll die Versorgung wieder hergestellt werden. Die Diözese vertraut die Fördermittel dem katholischen Hilfswerk Caritas international an, das seit 20 Jahren mit Caritas Irak zusammenarbeitet.

Für „stumme“ Katastrophen unterhält die Diözese Rottenburg-Stuttgart einen mit jähr-lich 150.000 Euro ausgestatteten Fonds. Daraus wurden Caritas international bereits im März 30.000 Euro für Opfer von Erdrutschen und Überschwemmungen in der bra-silianischen Provinz Minas Gerais und im Juli weitere 20.000 Euro für Überschwem-mungsopfer im brasilianischen Amazonasgebiet zur Verfügung gestellt.

Pressemeldung drs/Uwe Renz

Foto Wasserglas: W.J.Pilsak aus der deutschsprachigen Wikipedia
Foto Dorf Sharafiya: Wikipedia
Fotomontage: Markus Waggershauser