Zwei Wochen zu Fuß durch bergiges Gelände bei jedem Wetter, das bringt manchen Mann an seine Grenzen. Diese gemeinsame Erfahrung machten 21 Pilger auf einer Etappe des Jakobswegs in Frankreich mit der Männerarbeit der Diözese - ein Schlüssel zum Glauben gerade für das sogenannte starke Geschlecht.
Es sei eine Stärkung für den persönlichen Lebensweg gewesen, stellten die Männer im Rückblick auf die Strecke von Le Puy-en-Velay nach Cajarc am Lot in der französischen Region Mittel-Pyrenäen fest. Am 27. Juli brachen sie mit geschnürten Wanderstiefeln, Stöcken und gepacktem Rucksack auf und folgten der Via Podiensis, dem ältesten Jakobsweg durch Frankreich in Richtung Santiago.
Unter dem Motto "Heute leben" erschlossen sie sich in Spielszenen und im Gespräch - begleitet von Männerreferent Wilfried Vogelmann und Günter Hornung aus Simmozheim - unter anderem die Saat-Gleichnisse der Bibel. In ihnen spricht Jesus vom Wachsen, Reifen und Ernten - Themen, die auch den Lebensweg prägen.
Für die Auszeit vom Alltag hatten sich die einen extra Urlaub genommen, andere nutzten die Zeit nach ihrem Erwerbsleben für die Etappe auf dem Jakobsweg. Das gemeinsame Singen, Beten und Gehen schweißte die Männer als brüderliche Weggefährten zusammen. Ein besonderes Erlebnis für die Gruppe war das Stundengebet mit den Prämonstratensern der Abtei in Conques.
Mit mehr Achtsamkeit für den Augenblick und neuen Impulsen für den Glauben kehrten die Teilnehmer in die Heimat zurück. Und mit Stolz, dass alle die knapp 300 Kilometer Fußweg schafften. Die Pilgerstelle der Diözese Rottenburg-Stuttgart im Diözesancaritasverband hatte die 15-tägige Reise organisiert.
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