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MUTTERstärke
Dank, Not, Wut, Auseinandersetzung – die Gefühle sind stark und oft ambivalent, wenn es um die Beschäftigung mit der Mutter geht. In Briefen geben erwachsene Söhne Einblick in ihre Empfindungen. Ihre Offenheit kann irritieren und befremden, denn es gilt noch weithin als Tabu, sich mit der Mutter auseinander zu setzen. Daher können diese Männer auch Mut machen, die Verletzungen der eigenen Kindheit anzuschauen und zu bearbeiten. Hierzu bietet ein Modell von fünf Phasen der Vergangenheitsbewältigung konkrete Anregung. Der Sozialwissenschaftler Hans-Joachim Lenz beleuchtet die Vielschichtigkeit der Mutter-Sohn-Beziehung unter Betrachtung der historisch-kulturellen und der sich stets wandelnden sozialen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Eine besondere und doch ganz normale Beziehung beschreibt der Theologe Dr. Wilhelm Bruners, der das Verhältnis Jesu zu seiner Mutter in den vier Evangelien nachzeichnet. Da in katholischem Milieu die Mutter in der religiösen und wertorientierenden Erziehung der Söhne auch zur Vertreterin der „Mutter Kirche“ werden kann, wird auch diese – bisweilen subtil ein ganzes Männerleben prägende – Form von Mutterschaft von Prof. Dr. Wolfgang Beinert systematisch-theologisch reflektiert. Aus persönlicher Erfahrung gibt die Theologin und dreifache Mutter Prof. Dr. Radlbeck-Ossmann ihre Impulse zu „Mutterschaft, Mütterlichkeit und Mutter Kirche“. Das 84 Seiten starke Heft ist mit zahlreichen Fotos und einigen Cartoons illustriert und bietet durch Praxisanregungen und Literaturhinweise auch Stoff für die Arbeit in der Männerbildung. Es korrespondiert zum Heft 1/2008, das den Titel „Vaterenergie“ trägt.
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