Kirche in der Gesellschaft

Bewahrung der Schöpfung

Aus christlicher Sicht ist die Welt Gottes Schöpfung. Der Mensch ist aufgefordert die Schöpfung zu bewahren und mit seiner Umwelt verantwortlich umzugehen. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart setzt in zahlreichen Projekten Zeichen für ein ökologisches Handeln in der Welt.


Mit der ersten Solaranlage auf dem Rottenburger Bischofshaus hat Bischof Gebhard Fürst ein Zeichen gesetzt. Täglich erzeugt sie 42,5 kW/h "sauberen Strom", ein kleiner Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung, aber ein wichtiges Signal.

Das Bauprogramm der Diözese dient der ökologischen Bestandsentwicklung ihrer knapp 5.000 Gebäude. Wenn heute in der Kirche gebaut wird, dann handelt es sich meist um notwendige Renovierungen und nicht um Kirchenneubauten. Bei diesen Maßnahmen spielt die Ökologie eine wesentliche Rolle.


Beispiele für einen verantwortlichen Umgang mit der Schöpfung


Das Gemeindezentrum "Guter Hirte" in Ulm-Böfingen ist mit der Solaranlage, der ökologischen Heizung, der Wärmedämmung und der Regenwassernutzung ein Musterbeispiel für den ökologischen Umbau eines Gemeindezentrums.
In großem Stil betreibt das Siedlungswerk der Diözese, die Wohnungsbaugesellschaft mit kirchlicher Gesellschaftermehrheit, ökologischen Wohnungsbau. Bei einigen ihrer Neubauten wird die Wärmeversorgung zum Beispiel mit Holz in Verbindung mit Solarkollektoren gewährleistet, was zu einer Reduktion des CO2-Ausstoßes um bis zu 80% führt.


Umweltaudit

Schöpfungsgerechtes Handeln in großen Institutionen und Verwaltungen erfordert besondere Maßnahmen. Um es auf eine langfristig tragfähige Grundlage zu stellen, führt die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Projekt "Kirchliches Umweltmanagement" durch. Es hat zum Ziel, den Umweltschutz in den Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen zu verbessern. Dazu gehören die Entwicklung von Möglichkeiten zum effizienten Umgang mit Energie und Müllentsorgung ebenso, wie die Schonung knapper werdender natürlicher Ressourcen wie Wasser oder Papier.
13 Kirchengemeinden, sechs kirchliche Tagungshäuser und der Eigenbetrieb Kirchliche Tagungshäuser, die Geschäftsstelle des Stadtdekanats Stuttgart, die Akademie der Diözese und die Geschäftsstelle des Diözesancaritasverbands und des Caritasverbands Stuttgart haben das Umweltaudit erfolgreich durchgeführt und konnten bereits nach dem europäischen Umweltaudit-Siegel EMAS zertifiziert werden.


Freiwilliges Ökologisches Jahr

Der BDKJ in der Diözese will Jugendliche und junge Erwachsene wieder verstärkt an das ökologische Engagement heranführen. Denn ohne ein Handeln für die Zukunft der Schöpfung wird die junge Generation keine Zukunft haben. Daher bietet der BDKJ jungen Menschen die Möglichkeit eines freiwilligen ökologischen Jahres (FÖJ). Die Einsatzstellen sind bei kirchlichen und karitativen Einrichtungen, in Jugendhäusern, Bildungshäusern und Klöstern angesiedelt.

 

Weiterführende Artikel

Bischöfliches Ordinariat Hauptabteilung XI
Fachbereich Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung 

Links ins Internet

BDKJ - Freiwilliges Ökologisches Jahr

 

Interdisziplinäre Klimainitiative

Klima-Initiative_Zweijahresbilanz.pdf

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