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Im Juli 2007 stellte Bischof Fürst der Öffentlichkeit eine umfassende Klima-Initiative vor. Mit einem "Solarfonds" für zinsvergünstigte Darlehen und einem "Nachhaltigkeitsfonds"sollten Gemeinden und Einrichtungen zu Klima schonenden und energieeffizienten Investitionen ermuntert werden. Seit 2008 wird im zweijährigen Turnus ein von Bischof Fürst gestifteter und mit 10.000 Euro dotierter "Franziskuspreis" für besonders vorbildliche Projekte und Initiativen verliehen. Schirmherr des Preises ist im Jahr 2012 der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann.
„Wir sind nicht Shareholder, sondern Treuhänder der Schöpfung.“ Die wissenschaftlichen Erkenntnisse über den Klimawandel mit all seinen ökologischen, sozialen und politischen Folgen haben uns deutlich vor Augen geführt, wohin uns rücksichtloses und schonungsloses Verhalten gegenüber der Natur geführt haben und führen werden. Und sie stellen uns vor die Frage, wie wir der Verantwortung für die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder durch unser Handeln heute gerecht werden können. Das ist eine Frage der Vernunft. Für Christen ist es darüber hinaus eine Frage der Nächsten- und Fernenliebe und ebenso eine Frage des dankbaren oder undankbaren Umgangs mit dem Geschenk der Schöpfung. Wir sind - so ein biblisches Bild - die Gärtner, denen der Schöpfungsgarten zur Pflege anvertraut ist. Haben wir das vergessen und sind zu Zerstörern geworden?", so Bischof Fürst
Zur Teilnahme am „Franziskus-Preis“, dem „Nachhaltigkeitspreis der Diözese Rottenburg-Stuttgart“, sind Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen der Diözese eingeladen, die in ihren Projekten das Thema Nachhaltigkeit - in seiner ganzheitlichen (ökologischen, sozialen, wirtschaftlichen, spirituellen, pastoralen und kulturellen) Dimension zum Ausdruck bringen; dabei müssen selbstverständlich nicht alle Aspekte in einer Maßnahme zum Tragen kommen
- durch neue Aspekte bereichern und Innovationsmöglichkeiten aufzeigen
- möglichst unter Beteiligung vieler Menschen vor Ort behandeln und so seine Alltagsbedeutung herausstellen
- möglichst in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Akteuren umsetzen, durch gemeinsam vereinbarte Ziele einen hohen Wirkungsgrad erreichen und durch verbindliches Handeln vertrauensvolles Engagement bewirken
- auch unter dem Gesichtspunkt öffentlicher Wirkung und Motivation darstellen
- als Ausdruck einer durch christliche Schöpfungsverantwortung geprägten Lebenshaltung und Kultur herausstellen und seine Menschen- und Lebensdienlichkeit deutlich machen
Der Preis bringe zum Ausdruck, dass es der Diözese Rottenburg-Stuttgart ernst damit sei, die Sorge für die Bewahrung der Schöpfung in konkretes Handeln umzusetzen, so Bischof Fürst. Er wird alle zwei Jahre an Kirchengemeinden, kirchliche Einrichtungen, Gruppen oder Einzelinitiativen in der Diözese vergeben, deren Maßnahmen von zukunftsweisender Bedeutung sind, neue technische und logistische Lösungen erfolgreich einsetzen, möglichst in Netzwerken zusammenarbeiten und nicht zuletzt die Gesichtspunkte Ökologie, Soziales und Wirtschaftlichkeit miteinander verbinden.
Die Preisverleihung hat erstmals Anfang Oktober 2008 im Stuttgarter Bischofshaus „Stella Maris“ stattgefunden, rund um das Fest des populären Namensgebers des Preises, des heiligen Franz von Assisi.
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