Mobbing-Beratung

Nachlese zum 4. Mobbing-Kongress in Bad Boll vom 1.-3. März 2013

(Bericht von Wirtschafts- und Sozialpfarrerin Karin Uhlmann, KDA Heilbronn)

Zum wiederholten Mal trafen sich Menschen aus verschiedenen Berufsgruppen und Institutionen zum Mobbing-Kongress in Bad Boll. Der Mobbing-Kongress wurde vom 01.-03. März vom KDA-Württemberg, KDA Baden und der katholischen Betriebsseelsorge Ludwigsburg/Heilbronn verantwortet. Federführend waren Wirtschafts- und Sozialpfarrerin Karin Uhlmann, Sozialsekretär Klaus-Peter Spohn-Logé und die beiden Pastoralreferenten Martin Zahner und Josef Krebs. Mit seinem Einstiegsreferat gelang es Dr. phil. Axel Esser gekonnt die Zuhörer für die Veränderungen im Bereich von Mobbing der letzten 20 Jahre zu sensibilisieren. Sprach Heinz Leymann, der Vater der Mobbingforschung noch konkret von "Mobbing", spricht man heute von psychischer Belastung am Arbeitsplatz, was eher die Komplexität des Phänomens beschreibt – wie der Dipl. Psychologe Dr. phil. Esser darstellte. Machte man früher seine ersten Erfahrungen mit Mobbing erst im Berufsleben, so sind heute schon vielfach Kinder und Jugendliche Mobbingattacken an den Schulen ausgesetzt. (...)

Den ganzen Bericht, der in der Hauszeitung der ev. Akademie Bad Boll publiziert wird, finden Sie hier als pdf-Download: ->

Bildergalerie (Bilder von: Norbert Oehlcke)



Bild 1: Betriebsseelsorger Martin Zahner (links) und Klaus-Peter Spohn-Logé (KDA Baden) mit Dr. Martin Wolmerath (Referent)

Bild 2: Ein Blick auf die Teilnehmer/-innen des Mobbing-Kongresses

Respekt am Arbeitsplatz

IV. Kongress für Mobbing-Berater/-innen, betriebliche Interessenvertretungen und Personalverantwortliche

1. bis 3. März 2013 in der Ev. Akademie Bad Boll

 

In den Betrieben hat sich die Konflikt- und Belastungssituation weiter verschärft. Gesundheitliche und psychische Auswirkungen treten immer deutlicher zutage. Umso notwendiger ist ein respektvoller Umgang untereinander.

Wir stellen auf dieser Tagung Wege zu einer konstruktiven Konfliktkultur vor, für die politische Veränderungen notwendig sind - insbesondere im Arbeits- und Gesundheitheitsschutz.

Die Anmeldung finden Sie hier im Veranstaltungsflyer:

 


Mobbingtelefon Region Stuttgart

Mobbingtelefon Region Stuttgart

(0711) 202 83 60

jeden Dienstag und Donnerstag

von 17:00 – 19:00 Uhr

Unsere Beraterinnen und Berater geben Ihnen eine erste telefonische Orientierung und Hilfestellung für Ihren Konfliktfall.

Die Beratung findet an Feiertagen und in den Ferien nicht statt.


Mobbing-Hotline

 

Mobbing-Hotline Baden-Württemberg

0180 - 26 62 24 64

von Montag bis Freitag

von 8.00 Uhr bis 22.00 Uhr

  • Beratung bei Konflikten am Arbeitsplatz
  • Raum zur Darstellung des Problems
  • Eine erste Einschätzung der vorgetragenen Konfliktsituation
  • Hinweise für das weitere Vorgehen

Ein Anruf kostet 6 Cent aus dem deutschen Festnetz.

 Weitere Informationen:


Mobbing am Arbeitsplatz

 

Konflikte am Arbeitsplatz nehmen seit einiger Zeit an Häufigkeit und an Schärfe in Besorgnis erregendem Maße zu. Die Ursachen dieser Konflikte sind komplex und vielschichtig:

-        Eine stetig dünner werdenden Personalausstattung mit einer damit verbundenen zunehmenden Leistungsverdichtung.

-        Steigende Anforderungen unter Zeit-, Kosten-, Qualitäts- und Veränderungsdruck führen zu seelischer Erschöpfung, psychosomatischen Erkrankungen und stressbedingten Befindlichkeitsstörungen, denen viele Menschen nicht mehr gewachsen sind.

-        Die Angst um den Arbeitsplatz bringt Kolleginnen und Kollegen gegeneinander auf, und eine untaugliche Führung duldet oder inszeniert im schlimmsten Falle selber, dass jemand in der Abteilung ausgeguckt und attackiert wird.

Bei den Beteiligten zeigen sich häufig eingeschränkte kommunikative Fähigkeiten, so dass konstruktive Konfliktlösungen verhindert werden. Die Folgen davon sind oft eine Verschlechterung des Betriebsklimas, Verdrängungsprozesse und Konflikte bis hin  zu gezielten Mobbing-Handlungen. 

„Unter Mobbing versteht man eine konfliktbelastete Kommunikation am Arbeitsplatz unter KollegInnen oder zwischen Vorgesetzten und MitarbeiterInnen, bei der die angegriffene Person unterlegen ist und von einer oder mehreren Personen systematisch und regelmäßig über einen gewissen Zeitraum direkt oder indirekt angegriffen wird und dies als Diskriminierung empfindet.“ (Quelle: Flyer Mobbing-Hotline Baden-Württemberg)

 

1. Mobbing-Telefon Region Stuttgart:     0711 - 202 836 0

  •    jeden Dienstag und Donnerstag von 17.00h –19.00h    

                außer in den Schulferien oder an Feiertagen 

Die Betriebsseelsorge hat, in Kooperation mit der ev. Betriebsseelsorge und dem DGB Stuttgart, das Mobbing Telefon Region Stuttgart eingerichtet.

Erleben Sie, dass...

·       Ihre Arbeit ständig kritisiert wird?

·       Sie wie Luft behandelt werden?

·       Schlecht über Sie geredet wird?

·       Ihr Arbeitseinsatz falsch beurteilt wird?

·       Ihnen oft kränkende Arbeitsaufgaben zugeteilt werden?

Wenn Sie eine oder mehrere der Fragen mit ja beantworten, dann können Sie uns anrufen.

Wir am Telefon sind

·       Betriebsseelsorger

·       Arbeitsmediziner

·       Psychologen

·       Betriebs- und Personalräte und

·       Gewerkschafter. 

Wir hören zu, fragen gezielt nach, analysieren mit Ihnen Ihre Situation und entwickeln mit Ihnen mögliche Strategien zur Bewältigung der Konfliktsituation bzw. verfügen über Adressen weiterer Hilfsangebote und Anlaufstellen in der Region Stuttgart. 

Wir beraten kostenlos bilden uns regelmäßig fort und unterliegen der absoluten Schweigepflicht. 

In der Beratung haben wir dabei die sozialen und die betrieblichen Rahmenbedingungen gleichermaßen im Blick, beraten mit bewährten Gesprächs- und Interventionstechniken aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern und beachten die individuellen Bedürfnisse der AnruferInnen.

Das Mobbingtelefon Region Stuttgart ist Kooperationspartner der 

2. Mobbing-Hotline Baden-Württemberg

Menschen, die an ihrem Arbveitsplatz von Konflikten oder Mobbing betroffen sind, erhalten unter der Rufnummer

0180 – 266 224 64 (ein Anruf kostet 6 Cent aus dem deutschen Festnetz)von Montag bis Freitag von 8.00 – 20.00 Uhr

- um zur Darstellung des Problems

- eine erste Einschätzung der vorgetragenen Konfliktsituation

- Hinweise für das weitere Vorgehen sowie

- auf Wunsch Adressen von regionalen Beratern, Therapeuten und anderen Experten. 

Nähere Infos finden Sie auf der Homepage der Mobbing-Hotline Baden-Württemberg      ->  http://www.mobbing-hotline.de 

 

3. Die Betriebsseelsorger in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

thematisieren ‚Mobbing’ darüber hinaus bei Betriebsversammlungen, schulen Führungskräfte und Interessenvertretungen,  helfen bei der Erstellung von Betriebsvereinbarungen und machen das Problem in der Öffentlichkeit bewusst.


Angebote für Ratsuchende bei Konflikten und Mobbing

 

bietet der neue Flyer der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung KAB.

In ihm sind alle Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen der KAB in der Diözese Rottenburg-Stuttgart aufgeführt.

Hier der Flyer zum Herunterladen als PDF:

 


Entgrenzte Arbeit - psychische Belastungen

24. bis 25. Mai 2012 - Evangelische Akademie Bad Boll

Arbeiten zu jeder Zeit und an jedem Ort - moderne Kommunikationsmittel, flexible Arbeitszeitmodelle und die Auflösung starrer Organisationsstrukturen versprechen schier grenzenlose Freiheit. Zugleich nimmt jedoch die Zahl psychisch erkrankter Mitarbeitender stetig zu. Macht entgrenzte Arbeit krank? Moderne Arbeits- und Kommunikationsformen stellen Unternehmen, Arbeitsmarktpolitik und Einzelne vor große Herausforderungen. Die Tagung fragt nach Zusammenhängen zwischen Veränderungen in der Arbeitswelt und psychischen Belastungen. Darüber hinaus bietet sie strukturelle und individuelle Lösungsansätze.

Weitere Infos zum Tagungsprogramm sowie zur Anmeldung finden Sie hier: ->

Anmeldeformular:


Vorbereitet sein: Wirksam handeln bei Mobbing am Arbeitsplatz

26./27. März 2012 Freiburg

Aus der Ausschreibung:

"Wer als Personalverantwortlicher mit Mobbing konfrontiert wird, sieht sich in der Regel einer schwer durchschaubaren und komplexen Situation gegenüber. Häufig ist unklar, wer genau die Beteiligten sind, um was es wirklich geht und was im Detail passiert ist.

Der Ansatz "Shared Responsibility Approach" (geteilte/ gemeinsame Verantwortung) ist ein wirksames Handwerkzeug, um Mobbing im Team, in einer Abteilung zwischen den Mitarbeitenden oder in einer Ausbildungsgruppe wirksam und effizient zu beenden."

 

Weitere Informationen sowie Hinweise zur Anmeldung finden Sie hier: ->