Kirche in der Gesellschaft

Attat-Hospital, Äthiopien

Heilung für Arme


Das Attat-Hospital liegt ca. 150 km südlich der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba, in der Region Gurage. Es wurde 1969 durch die Missionsärztlichen Schwestern gegründet, um der überwiegend armen Bevölkerung dieser dicht besiedelten Region Äthiopiens preiswerte oder kostenlose medizinische Hilfe zu bieten. Eine Behandlung in einem der staatlichen Krankenhäuser in Addis Abeba ist für die meisten Einwohner dieser Region unerschwinglich.

Das Konzept der missionsärztlichen Schwestern setzt von Anfang an auf das Mitwirken der einheimischen Bevölkerung und ihrer Ausbildung. Nur so kann langfristig ihre Fähigkeit zur Selbsthilfe gestärkt werden. Derzeit werden am Hospital ca. 3.000 Frauen in verschiedenen Frauengruppen mit dem Ziel gefördert, sich selbstständig zu machen. Sie erhalten Kleinkredite oder Tätigkeiten, mit denen sie sich wenigstens ein kleines Einkommen sichern können. Zusätzlich gibt es ein Programm zur Pflege der heute 125 Brunnen, das die Sauberkeit des Trinkwassers gewährleisten soll.

Im Moment arbeiten am Attat-Hospital fünf Missionsärztliche Schwestern mit 169 äthiopischen Mitarbeitern, darunter zwei Ärzten, zusammen.

Es werden Mittel benötigt zur Deckung der laufenden Kosten für Medikamente, Ernährungsprogramme oder die Ausbildung einheimischer Krankenpflegekräfte. Obwohl nach ihren Möglichkeiten die Patienten eine Eigenbeteiligung leisten sollen und selbst für die Verpflegung aufkommen müssen, decken die Einnahmen nur ca. 45% der anfallenden Kosten.


Region: Äthiopien

Projektnummer: P.21
Bistum und Diözese Rottenburg-Stuttgart

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