Kirche im Jahr |
Ostern |
Fest der Auferstehung Jesu Christi
„Wenn Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos“, so schreibt der Apostel Paulus im 1. Brief an die Gemeinde von Korinth (1. Kor 15, 17a) An Ostern feiern die Christen die Auferstehung Jesu Christi. Die Wurzeln des Festes liegen im jüdischen Passah-Fest. Das deutsche Wort „Ostern“ leitet sich aus dem indogermanischen Wort „Morgenröte“ ab. Ostern ist neben Pfingsten das älteste und zugleich das höchste Fest der Christenheit. Seit dem vierten Jahrhundert umfasst das Osterfest die Spanne von den „heiligen drei Tagen“, von Gründonnerstagabend bis zum frühen Morgen des Ostersonntags. Im Jahr 325 legten die Konzilsväter in Nizäa den Termin für das Osterfest auf den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond. Da die orthodoxe Kirche der Kalenderreform unter Papst Gregor XII. nicht folgte, feiern die Ostkirche und die Westkirche Ostern an verschiedenen Sonntagen. Die zentrale Feier ist die Liturgie in der Osternacht, der Nacht zum Sonntagmorgen. Sie besteht aus vier Teilen und greift mit dem Osterfeuer vor der Kirche, dem anschließenden Beten und Hören der biblischen Texte in der Kirche wieder die ursprüngliche Form der Nachtwache auf. Zu Beginn wird die Osterkerze am Osterfeuer, das vor der Kirche brennt, entzündet. Anschließend wird das Licht mit dem Ruf „Lumen Christi“ („Licht Christi“) in die Kirche getragen und an die Gemeinde ausgeteilt. Das „Exsultet“ (lat. Jauchzt, frohlockt, freut euch), ein poetisches Lied, besingt das Lob dieser Kerze. Die Osterkerze trägt den ersten und letzten Buchstaben des griechischen Alphabets, Alpha und Omega, und die aktuelle Jahreszahl. Sie symbolisiert: Christus ist Anfang und Ende, Herr von Schöpfung und Zeit. Im vierten Jahrhundert wurde es Praxis, Täuflinge in der Osternacht zu taufen. Der Priester weiht bis heute in der Osternacht das Taufwasser für das ganze Jahr, indem der die Osterkerze in das Wasser senkt, denn die Rettung durch die Taufe hat ihren Grund in der Auferstehung Christi. Alle Mitfeiernden erneuern nun ihr Taufversprechen. Die anschließende Eucharistiefeier ist geprägt durch den österlichen Ruf des „Halleluja“ (hebr. preist Gott) mit dem die Menschen dann entlassen werden. |


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