Die Diözese |
"Gott und den Menschen nahe""Dieses Leitwort ruft uns dazu auf, uns auf unsere Wurzeln zu besinnen: auf Gott, den Schöpfer und Vollender, den Grund unserer Hoffnung. Weiterhin weist es auf die Aufgabe und Chance hin, den Menschen nahe zu sein, ihre Nöte und Ängste, Fragen und Sorgen zu teilen." Bischof Gebhard Fürst
"Gott und den Menschen nahe" lautete das Motto ihres 175-jährigen Jubiläums, das die Diözese Rottenburg-Stuttgart im Jahr 2003 gefeiert hat. Es markiert den Blickwinkel, aus dem die Menschen der Diözese in die Geschichte zurückschauen und sich den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft stellen. "Gott und den Menschen nahe" - darin liegen Aussagen und Aufgaben, Ziele und Visionen, Erfahrungen und Fragen. |
Es sind die Menschen, die das Gesicht einer Diözese prägen. In der Diözese Rottenburg-Stuttgart sind es die Katholiken im Württemberger Landesteil von Baden-Württemberg. Doch die Württemberger sind alles andere als ein einheitliches Völkchen. Da gibt es Schwaben im Süden, Franken im Norden und Alemannen im Südwesten. Dazu kommen Zuwanderer am Anfang des 20. Jh. und Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg, die das Land zu einem bunten Flickenteppich aus verschiedenen Traditionen und Konfessionen machen. Ein Begriff ist immer wieder auf die Katholiken in der Württemberger Diözese angewendet worden: Der Begriff des "weltoffenen Katholizismus". Zuerst bezog er sich auf die Theologische Fakultät in Tübingen. Gemeint war damit die Offenheit der Professoren und Studenten für den Dialog mit den Naturwissenschaften zu einer Zeit, als viele andere Theologen die Wissenschaftler als die natürlichen Feinde des christlichen Glaubens ansahen. |
Heute wird der Begriff verwendet, wenn man eine Charakterisierung der Württemberger Katholiken insgesamt sucht. Weltoffener Katholizismus meint die Zuwendung zum Anderen in seiner Not und Freude, mit seiner fremden Mentalität oder Religion in der eigenen Heimat, aber auch auf anderen Kontinenten. Caritas und Mission sind deshalb zwei zentrale Aufgaben, denen sich die Diözese verpflichtet fühlt, ganz in der Tradition ihres Diözesanpatrons, Martin von Tours. Die Erhebung der Stuttgarter St.-Eberhard-Kirche zur Konkathedrale und die Umbenennung des ehemaligen Bistums Rottenburg in Rottenburg-Stuttgart war im Jahre 1978 ein Signal, dass die Kirche bei all ihrer Verwurzelung in der Rottenburger Tradition Politik, Wirtschaft und Soziales im Brennpunkt des Landes, seiner Landeshauptstadt, mitgestalten will. |
Die Diözese Rottenburg-Stuttgart, das sind die Katholiken, die auf ihre Weise leben und glauben, vom Bischof bis hin zum einfachen Gläubigen. Manche suchen ihren Platz in der Kirchengemeinde und bringen sich mit ihren Talenten ein, arbeiten mit in der Gemeinde als Kirchengemeinderat oder Lektor. Andere engagieren sich als Katholiken aus christlichem Glauben in der Gesellschaft, und versuchen ihren Glauben bei der Arbeit, im Verein oder zu Hause in die Tat umzusetzen. Gemeinsam ist ihnen die Suche nach dem richtigen Weg der Nachfolge Jesu Christi mitten in der Welt. |
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