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Flüchtlingshilfe

Flüchtlingselend und kein Ende

Domkapitular Dr. Heinz Detlef Stäps
Leiter der Hauptabteilung X – Weltkirche

Der verzweifelten Lage der mehr als 50 Millionen Flüchtlinge auf unserem Erdball wird sicher auch im neuen Jahr unsere ganze Aufmerksamkeit gelten. Als Hauptabteilung Weltkirche haben wir im Juni den Schulterschluss mit Caritas international gesucht, der Auslandsabteilung des Deutschen Caritasverbands in Freiburg, um angesichts des mannigfachen Leids von Flüchtlingen an besonderen Brennpunkten möglichst rasch wirkungsvoll Abhilfe zu schaffen. Im Vordergrund steht dabei für uns, in geographischen Regionen zu helfen, mit denen uns langjährige Beziehungen im Geist der Partnerschaft verbinden und/oder in denen die erbarmungswürdige Notlage von Flüchtlingen, insbesondere Familien mit Kleinkindern, ein sofortiges Eingreifen gebietet. Dabei ist es für uns insbesondere wichtig, mit der internationalen Caritasfamilie und ihren lokal verankerten Strukturen jeweils kompetente, zuverlässige und erfahrene Kooperationspartner vor Ort zu haben. Mindestens ebenso bedeutsam ist allerdings für uns auch, nicht nur Soforthilfe zu leisten und das Überleben der Flüchtlingsfamilien zu sichern, sondern bei aller Notlage auch die Nachhaltigkeit im Blick zu haben und Zukunftsperspektiven neu zu entwickeln.

So haben wir neben der Hilfe für Menschen aus Syrien und dem Irak, die in der Region von Erbil im Nordirak Zuflucht gefunden haben, auch im Libanon und Jordanien Familien in Flüchtlingslagern unterstützt, die der Syrienkrise und/oder dem IS-Terror entflohen waren. Im Ostkongo haben wir begonnen, in der Region um den Kivusee zusammen mit Caritas Goma zur Demobilisierung und Reintegration von ehemaligen Kindersoldaten sowie zur Verbesserung ihrer sozialen und wirtschaftlichen Lebensgrundlagen beizutragen. Und mit Mali und dem Südsudan haben wir weitere Krisen- und Unruheherde in Afrika im Blick, wo es einerseits um die nach Unterstützung verlangende Notlage von Straßenkindern und Migrantenfamilien, andererseits um die Versorgung von zwischen die Bürgerkriegsfronten geratenen intern Verriebenen geht, letztlich aber auch um die Förderung von Versöhnungsprozessen und informellen Bildungsmaßnahmen. Außerdem haben wir Flüchtlingsprojekte in Indien, Indonesien, Angola, Burundi und in der Ukraine unterstützt, wobei es uns besonders darum ging, Flüchtlingen zu helfen, wieder sesshaft zu werden, Schulbildung für Kinder und Ausbildung für Frauen und Mädchen zu gewährleisten. Mit den zusätzlichen Mitteln die der Diözesanrat dankenswerterweise wieder für die Flüchtlingsarbeit zur Verfügung gestellt hat, werden wir auf diesem Weg weitergehen.