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Im Dienst der Menschen

Neubau und Sanierung des Bischöflichen Ordinariats in Rottenburg

 
Die Diözese Rottenburg-Stuttgart versteht sich als Kirche im Dienst der Menschen. Das neue Bischöfliche Ordinariat steht für eine Verbindung dieser christlichen Tradition und den Anforderungen des 21. Jahrhunderts.

Die Kirche gleicht einem sich verändernden Haus , dessen Fundament Jesus Christus ist. Diese Idee griffen die Architekten, das Stuttgarter Architekturbüro Lederer + Ragnarsdóttir + Oei mit ihrer Architektur auf.

Notwendiger Neu- und Umbau

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts waren das alte Jesuitenkolleg und der angrenzende Rohrhalder Hof sanierungsbedürftig und konnten die Diözesanverwaltung nicht mehr beherbergen. Gleichzeitig arbeiteten auch viele Mitarbeiter des Ordinariats in ganz Rottenburg verteilt. Um- und Neubau sollten hier Abhilfe schaffen.

Einweihung des Bischöflichen Ordinariats Rottenburg am Neckar- Das Haus soll ein Ort sein für Menschen im Dienst an den Menschen.

Einweihung des Bischöflichen Ordinariats Rottenburg am Neckar- Das Haus soll ein Ort sein für Menschen im Dienst an...

Richtfest Bischöfliches Palais

Richtfest Bischöfliches Palais

Im März 2010 wurde der Grundstein für den Neubau des Bischöflichen Ordinariats gelegt.

Im März 2010 wurde der Grundstein für den Neubau des Bischöflichen Ordinariats gelegt.

Ersten Grabungsarbeiten am Bischöflichen Ordinariat 2009 - Ziel: Die Zusammenführung der Diözesankurie

Ersten Grabungsarbeiten am Bischöflichen Ordinariat 2009 - Ziel: Die Zusammenführung der Diözesankurie

Nach gründlicher Abwägung wurde das Umfangreiche Bauvorhaben durch den Diözesanrat für 36,5 Millionen Euro beschlossen. Im Zuge der Baumaßnahmen stellte sich heraus, dass dieser Betrag wegen Balkenkopfschäden im Altbau um 2,1 Millionen Euro erhöht werden musste.  Im April 2013 wurde der 22.700 m² umfassende Komplex nach vier Jahren Bauzeit von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bezogen.

Markanter Blickfang

Als „architektonisches Highlight und ein starkes Zeichen des Dienstes an den Menschen“ beschrieb Bischof Fürst das Ergebnis in seiner Eröffnungsrede. Das neue Hauptgebäude, gebaut auf den Grundmauern der ehemals zum Jesuitenkolleg gehörenden Kirche, bildet Zusammen mit dem Lesesaal des Diözesanarchivs einen markanten Blickfang. Entlang der ehemaligen Rottenburger Stadtmauer entstand zusätzlich ein neuer Bürokomplex. Das Jesuitenkolleg wurde renoviert, modernisiert und an das neue Hauptgebäude angeschlossen.

Besondere Verantwortung für die Schöpfung

Der Diözesanleitung war es wichtig, die bereits existierende Bausubstanz zu erhalten und vorhandene Baumaterialien zu verwenden. Zum Beispiel wurden Backsteine von älteren Gebäudeteilen in die Architektur einbezogen oder die historischen Ziegel auf dem „Palais“-Dach wiederverwendet.

Beim Bau des neuen Ordinariats wurde eine Kombination modernster Energieanlagen installiert – ein Blockheizkraftwerk und ein Holzpellettkessel als Grundlage, außerdem eine Kälteanlage. Das Regenwasser auf den Dächern wird in Brauchwasser umgewandelt. Die unterirdische Einrichtung des Diözesanarchivs ermöglicht eine energiesparende Temperierung des empfindlichen Bestands.

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