50 Jahre Ökumenismusdekret

Starkes Signal des gemeinsamen Glaubens

Am 21. November 1964 hat das Zweite Vatikanische Konzil ein klares Signal für ein Vorangehen hin zur Einheit der Christen gegeben. An diesem Tag verabschiedete das Konzil das Ökumenismusdekret „Unitatis Redintegratio“. 50 Jahre danach luden die Diözesen in Deutschland ein, an dieses Dokument zu erinnern und in Verbundenheit mit den christlichen Konfessionen den Gedenktag feierlich zu begehen.

Zu stärkeren ökumenischen Anstrengungen hat Bischof Gebhard Fürst die christlichen Konfessionen ermutigt. Angesichts der weltweiten Krisenherde sowie wachsender gesellschaftlicher und sozialer Herausforderungen brauche es überzeugenderes gemeinsames Reden und Handeln im Namen und in der Nachfolge Christi, sagte Bischof Fürst beim Gottesdienst in der Stuttgarter Domkirche St. Eberhard.

Uwe Renz

"Vor der ganzen Welt sollen alle Christen ihren Glauben an den einen, dreifaltigen Gott, an den menschgewordenen Sohn Gottes, unsern Erlöser und Herrn, bekennen und in gemeinsamem Bemühen in gegenseitiger Achtung Zeugnis geben für unsere Hoffnung, die nicht zuschanden wird." UR 12

"Diese Einheitsbewegung, die man als ökumenische Bewegung bezeichnet, wird von Menschen getragen, die den dreieinigen Gott anrufen und Jesus als Herrn und Erlöser bekennen, und zwar nicht nur einzeln für sich, sondern auch in ihren Gemeinschaften, in denen sie die frohe Botschaft vernommen haben und die sie ihre Kirche und Gottes Kirche nennen." UR 1

Beispiele ökumenischer Zusammenarbeit in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Advent-Online

www.advent-online.de ist ein ökumenisches Angebot der Erzdiözese Freiburg, der Evangelischen Landeskirche in Baden, der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Vom ersten Adventssonntag bis Heiligabend bietet www.advent-online.de täglich einen Impuls per E-Mail, im Internet oder auf Facebook an.
Die Beiträge stammen abwechselnd von katholischen und evangelischen Autorinnen und Autoren. Mit einem gemeinsamen Weihnachtsgruß der vier Bischöfe in Baden-Württemberg endet die Reihe der geistlichen Impulse am  Heiligen Abend.

Gemeindezentrum Diezenhalde

Im Zentrum des Stadtteils Böblingen-Diezenhalde steht das Ökumenische Gemeindezentrum, in dem zwei christliche Gemeinden, die evangelische Christuskirchengemeinde und die katholische Vater-unser-Gemeinde ihre Heimat haben. Regelmäßig werden ökumenische Veranstaltungen angeboten.

Weitere Informationen:

Zentrum Stuttgart

Mitten im Campus der Universität Stuttgart im Stadtteil Vaihingen steht das Ökumenische Zentrum. Dieses hat einen festen Platz im Leben vieler Studierender und bietet viel Raum für Begegnungen mit Studierender unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion. Das Angebot der evangelischen und katholischen Kirche richtet sich an alle Studierenden und Lehrenden der Stuttgarter Universität und  Hochschulen. Ein Schwerpunkt ist die Beratung und Betreuung ausländischer Studierender.

Gemeindezentrum Heidenheim

Das Ökumenische Gemeindezentrum Heidenheim hat ein wirkliches ökumenisches Zentrum. Gemeinsam benutzen die katholische Dreifaltigkeistgemeinde und die evangelische Versöhnungsgemeinde einen Gemeindesaal und einen Gottesdienstraum. Wohl einmalig in der Bundesrepublik Deutschland, ist eine evangelische Kirche mit einem Tabernakel, einem „ewigem Licht” und Weihwasserbecken an den Ausgängen.

Hospizdienst im Kichenbezirk Böblingen

„Abschied, Sterben und Tod.” Wenn Krankheit und der nahende Abschied plötzlich in den Lebensalttag einziehen, kann dies sowohl die kranken Meschen als auch die Angehörigen köperlich und psychisch-geistig stark belasten. Der Ökumenische Hospizdienst hat sich daher zur Aufgabe gemacht, Schwerkranke, Sterbende und Angehörige während der Zeit des Abschiedsnehmens zu begleiten.

Kirchenchor und Streichensemble Birkenfeld-Neuenbürg

Neben vielen langjährigen ökumenischen Initiativen und Veranstaltungen gibt es ein starkes musikalisches Miteinander. Seit Pfingsten 1972 gibt es den Ökumenischen Kirchenchor Birkenfeld-Neuenbürg. Seither wird mit viel Freude gemeinsam gesungen und musiziert. Zusätzlich kam 2006 ein Streicherensemble mit evangelischen und katholischen (Hobby-) Musikern dazu.

Wachsende Kirche Nagold

In ökumenischer Verbundenheit haben die Evangelische, die Katholische und die Evangelisch-methodistische Kirche in Nagold für die Landesgartenschau 2012 das Projekt „Wachsende Kirche” geplant und realisiert. Am Zusammenfluss von Nagold und Waldach entstand im Herzen der Innenstadt ein grüner Pavillon. Zwei parallele Kreise von jeweils zwölf Bäumen bilden einen Rundbau. Wer hineintritt, wird ein Teil davon und erlebt, was es heißt, sich in einen Ort zu erschließen, in dem alles „Im Wachsen” begriffen ist. Die „Wachsende Kirche”ist in dieser Art einmalig in Deutschland.

Adventstafel Ulm-Wiblingen

Im Ulmer Franziskus-Gemeindezentrum entsand neben den Versperkichen ein neues ökumenisches Projekt: Adventstafel. Für jeden gibt es eine Woche lang täglich ein warmes Mittagessen.

Frauenkreuzweg Stuttgart

Der Ökumenische Frauenkreuzweg entstand aus der Unzufriedenheit vieler Frauen. Sie können sich nicht mehr vorstellen einen traditionellen Karfreitagsgottesdienst zu gehen, meist weil ihnen die dort häufig verkündigte Sühnopfertheologie aufstößt. Trotzdem gibt es das Bedürfnis den Karfreitag zu begehen und sich mit der Thematik von Leiden und Tod auseinanderzusetzen. In der Großstadt Stuttgart, beginnend in der Fußgängerzone, können Frauen aus unterscheidlichen Geimeinden und auch aus dem Umland teilnehmen.

Pfingstnovene Rottenburg

Von Christi Himmelfahrt bis Samstag vor Pfingsten versammeln sich Rottenburger Christen jeden Abend um 20:30h an einem anderen „denkwürdigen Ort” (Kapelle, Gedenkstein, Eingangshalle Schule, ...) innerhalb oder außerhalb Rottenburgs zur Pfingsnovene.