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Auszeichnungen und Wettbewerbe

Kirchliche Ehrungen

Foto: Diözese Rottenburg-Stuttgart/Markus Ulmer. Die Bilderstrecke öffnet sich nach Mausklick/Fingertipp

Bischof Gebhard Fürst überreichte am 29. Juni 2017 in Rottenburg den Orden „Pro Ecclesia et Ponitice“ („Für Kirche und Papst“) an Bildungsreferentin Annemarie Engelhardt (76) aus Aalen und posthum an Herbert Neutzner (†), den langjährigen Leiter eines Alten- und Pflegeheims aus Rainau-Schwabsberg. Seine Witwe Gabriele Neutzner nahm die Ehrung entgegen. Der Unternehmer Gerhard Sturm (82) aus Mulfingen erhielt die Würde eines Ritters des Ordens vom Heiligen Papst Silvester.

Päpstliche Verdienstmedaille „benemerenti“

Die Medaille „Dem Wohlverdienten“ ist ein päpstliches Ehrenzeichen. Sie wurde erstmals von Papst Pius VI. (1775–1799) verliehen. Mit ihr wurden zunächst militärische, später auch andere Verdiensten gewürdigt. Die vier auf diese Weise entstandenen Formen der Auszeichnung wurden 1925 unter dem Pontifikat von Pius XI. (1922–1939) zur „Päpstlichen Verdienstmedaille Benemerenti“ zusammengeführt. Sie gilt heute als Zeichen der Anerkennung von Personen im Dienst der Kirche, zivile und militärische Laien und Geistliche gleichermaßen.

Die Medaille besteht aus einem goldenen Kreuz, welches quadratisch symbolisiert wird, am gelb-weißen Band. Auf der Vorderseite befindet sich ein Bild des Heiligen Petrus. In der Mitte der Rückseite ist das Päpstliche Wappen abgebildet und über dieses das Wort „benemerenti“ gesetzt.


„Pro Ecclesia et Pontifice“

Der Orden „Für Kirche und Papst“ wird für besondere Verdienste um die Anliegen der Kirche und des Papstes verliehen. Gestiftet wurde das Ehrenzeichen von Papst Leo XIII. am 17. Juli 1888 anlässlich seines goldenen Priesterjubiläums. Er kann sowohl an Mitglieder des Klerus als auch an Laien verliehen werden.

Das Ehrenzeichen besteht aus einem stilisierten Kreuz mit dem Wappen des jeweiligen Papstes und der Inschrift: „pro ecclesia et pontifice“ (lat: für Kirche und Papst). In der Mitte des Kreuzes sind die Apostelfürsten Petrus und Paulus dargestellt. Gehalten wird es von einem breiten Ordensband in den Kirchenfarben Gelb und Weiß.

„Orden vom Heiligen Papst Silvester“

Der „Silvesterorden“, gestiftet 1841 von Papst Gregor XVI. und 1905 von Papst Pius X. erneuert, bezieht sich auf Papst Silvester I. (314–325). Ursprünglich gab es den Orden in den drei Klassen Ritter, Komtur und Großkreuz-Ritter. Außerdem wurde die Stufe Komtur mit Stern hinzugefügt. Seit der Reform von 1905 wird er auch an Frauen (als „Dame“ bzw. „Großkreuz-Dame“) vergeben. Der Orden des Papstes wird für besonderes ehrenamtliches Engagement in katholischen Institutionen und aufgrund persönlicher Verdienste verliehen. Er ist die höchste Auszeichnung des Heiligen Vaters, die dieser an katholische Laien vergibt.

Das Abzeichen zeigt auf einem achtzackigen, golden-weiß emaillierten Kreuz das Bild Papst Silvester I. Der Orden wird an einem schwarzen, dreifach rot geränderten Band getragen.

„Orden des Heiligen Gregor des Großen“

Der „Gregoriusorden“ geht auf den Heiligen Papst Gregor des Großen zurück. Gestiftet wurde der Orden 1831 von Papst Gregor XVI. und wurde allgemein „für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion“ als Ritterorden verliehen. Seinen Namen erhielt er nach Papst Gregor I., der den Ehrentitel „der Große“ trägt (Papst von 590 bis 604). Es ist der vierthöchste Orden für Verdienste um die katholische Kirche und wird an Laien verliehen. Es gibt verschieden Klassen vergeben: Großkreuz-Ritter und Großkreuz-Dame, Komtur mit Stern und Komtur-Dame mit Stern, Komtur, Ritter und Dame. Die Vergabe an Frauen gibt es seit der Erneuerung durch Papst Johannes Paul II. im Jahr 1993.

Der Orden  besteht auch aus einem achtzackigen, goldenen mit rot überzogenem Kreuz. Auf dessen Vorderseite ist ein blauer Mittelschild, der das Bild Gregors des Großen mit einer Taube zeigt. Auf der Rückseite liest man die Inschrift „pro deo et principe“ (lat. für Gott und Papst) und in dem goldenen Kreises den Namen „Gregorius XVI. p.m. anno 1“. Der Orden wird an einem roten Band mit gelben Rändern getragen.
 

Preisträger kirchlicher Ehrungen 2011 bis 2015


Franziskus-Preis

Nachhaltigkeit im Umweltschutz fördern

Was nicht in den Köpfen und Herzen der Menschen verankert ist, entwickelt keine Nachhaltigkeit. Die Klima-Initiative der Diözese macht Betroffene zu Beteiligten in Sachen Ökologie. Der Franziskus-Preis ist Anreiz, herausragende Bemühungen um die Bewahrung der Schöpfung ans Licht zu heben und zu würdigen. Seit 2008 wird er alle zwei Jahre verliehen. Dotiert ist er mit 10.000 Euro. Eine fachkundige Jury verleiht die Auszeichnung an besonders vorbildliche Projekte und Initiativen aus der Diözese, die zukunftsweisend sind, neue technische und logistische Lösungen erfolgreich einsetzen, vernetzt zusammenarbeiten und Ökologie, Soziales und Wirtschaftlichkeit miteinander verbindet.

Benannt ist der Preis nach dem Heiligen Franziskus, der in seinem Sonnengesang der Liebe zu jedem Geschöpf und zur ganzen Schöpfung ein Zeichen setzte. Verliehen wird der Preis um den 4. Oktober, dem Gedenktag des Heiligen.

„Wir sind nicht Shareholder, sondern Treuhänder der Schöpfung.“
Bischof Gebhard Fürst bei der Einführung der Klima-Initiative 2007

Preisträger Franziskus-Preis 2008 bis 2014


Martinus-Medaille

Ausgezeichnetes ehrenamtliches Engagement

Für besonderer Verdienste im Geist des Diözesanpatrons St. Martin verleiht die Diözese Rottenburg-Stuttgart die Martinus-Medaille. Unter Bischof Georg Moser wurde diese Ehrung 1976 erstmals verliehen. Seither geht sie jährlich an ehrenamtliche sozial engagierte Menschen aus der Diözese

Die Martinus-Medaille wird jeweils an dem Sonntag, der dem Fest des Heiligen Martin (11. November) am nächsten liegt, bei einem Festakt im Rottenburger Bischofshaus verliehen. Voraus geht ein feierlicher Pontifikalgottesdienst im Rottenburger Dom zum „Namenstag“ der Diözese.

Martinus, geboren 316/17 in Ungarn, vormals römischer Offizier und später Bischof von Tours (372-397), wird als Vorbild christlicher Nächstenliebe und der Solidarität mit den Armen verehrt. Dementsprechend steht ehrenamtliches soziales Engagement bei den Trägern der Martinus-Medaille im Vordergrund ihrer Tätigkeit. Das reicht von der Betreuung Kranker und der Begleitung Sterbender in Kliniken, in Hospizen und zu Hause über die Unterstützung von Asylsuchenden und die Sorge für Wohnungslose oder die Nachbarschaftshilfe bis hin zu Initiativen in der weltkirchlichen Arbeit.

Verleihung der Martinus-Medaille 2013 bis 2016