Prävention, Kinder- und Jugendschutz

schützen – vertrauen – leben

Neben der Aufklärung von Missbrauchsfällen in ihrem Bereich unternimmt die Diözese Rottenburg-Stuttgart umfangreiche Maßnahmen, damit sexualisierte Gewalt durch Mitarbeitende in ihren Einrichtungen und Gemeinden gegenwärtig und künftig verhindert wird. Ziel der Präventionsarbeit ist eine Kultur des achtsamen Miteinanders und der Verantwortung für sich selbst und für andere.

Video: Prävention in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Video: Prävention in der Diözese Rottenburg-Stuttgart


Ansprechpartnerin

Präventionsbeauftragte der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Die Stabsstelle Prävention, Kinder- und Jugendschutz im Bischöflichen Ordinariat ist die diözesane Koordinationsstelle zur Unterstützung, Vernetzung und Steuerung der Aktivitäten zur Prävention von sexuellem Missbrauch.

Die Leitung der Stabsstelle Prävention, Kinder- und Jugendschutz ist zugleich Präventionsbeauftragte im Sinne der Rahmenordnung der DBK. Zu ihren Aufgaben gehören:

  • Beratung bei der Entwicklung und Umsetzung von institutionellen Schutzkonzepten
  • Vernetzung der Präventionsarbeit inner- und außerhalb der Diözese
  • Sensibilisierung für Grenzverletzungen
  • Fortbildungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

  • Sabine Hesse
    Diplomtheologin und -pädagogin
    Tel.: 07472/169-385
    Fax: 07472/169-83385
    E-Mail: praevention(at)drs.de


Diözesane Regelungen

Regularien zur Prävention von Sexuellem Missbrauch für die Diözese Rottenburg-Stuttgart

Am 10. November 2015 veröffentlichte die Diözese Rottenburg-Stuttgart im Kirchlichen Amtsblatt für die Diözese Rottenburg-Stuttgart Regularien zur Aufarbeitung und zur Prävention von sexuellem Missbrauch in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Das Amtsblatt enthält als neue Regelung:

Zur Präventionsordnung gehören:

Die Präventionsordnung verlangt von haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden, die Kontakt mit Kindern und Jugendlichen haben, die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses. Näheres regelt ein Bischöfliches Gesetz:

Das Bischöfliche Gesetz zur Vermeidung von Kindeswohlgefährdung im Umgang mit Kindern und Jugendlichen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart vom 15.03.2011 mit Ausführungsbestimmungen (Kirchliches Amtsblatt für die Diözese Rottenburg-Stuttgart Band 55 Nr. 4 15.03.2015 Seite 74-77) tritt mit Veröffentlichung dieses Gesetzes außer Kraft.


Am 12. Juli 2013 wurde die Stabsstelle Prävention, Kinder- und Jugendschutz im Bischöflichen Ordinariat eingerichtet. Die Stabsstelle koordiniert die Prävention gegen sexualisierte Gewalt und ist zuständig für Kirchengemeinden, Dekanate und die Diözese.


Weiterführende Informationen

Katholische Kirche

Diözese Rottenburg-Stuttgart
Bund der Deutschen Katholischen Jugend Diözese Rottenburg-Stuttgart

Die kirchliche Jugendarbeit in der Diözese Rottenburg-Stuttgart tritt entschieden dafür ein, Mädchen und Jungen vor Kindeswohlgefährdung zu schützen und den Zugriff auf Kinder für MissbrauchstäterInnen in den eigenen Reihen so schwer wie möglich zu machen. Verschiedene Materialien und Angebote sollen dabei helfen, einen sicheren und verlässlichen Rahmen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen zu schaffen.

Caritasverband in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Der Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat eine eigene Stabsstelle Prävention/Kinderschutz eingerichtet. Mit Hilfe dieser Stelle will der Verband seine Mitarbeiter(innen) qualifizieren, achtsam für Anzeichen von (potenziellem) Missbrauch zu sein, damit die Einrichtungen des Caritasverbandes sichere Orte für Kinder, Jugendliche und erwachsene Schutzbefohlene sind.

Landesverband Katholischer Kindertagesstätten

Der Leitfaden des LV Kita „Aufmerksam sein - Vertrauen schützen - besonnen reagieren“ geht der Frage nach, was zu tun ist, wenn Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter in katholischen Kindertagesseinrichtungen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart unter Verdacht geraten, sexuellen Missbrauch zu begehen oder wenn dieser Missbrauch nachweislich geschehen ist. Die Handreichung beantwortet Trägern und Einrichtungen zunächst wichtige Verfahrensfragen. Sie bietet aber auch eine Materialbasis für Fachtage und Fortbildungen und liefert Grundlagen für die Arbeit der Fachberatung.

Stiftung Katholische Freie Schule der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Die Kommission sexueller Missbrauch (KsM-Schule) der Stiftung Freie Katholische Schule der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist für die Schulen in katholischer Trägerschaft auch für die Prävention verantwortlich.

Deutsche Bischofskonferenz
Prävention Kirche

Diese Website der Deutschen Bischofskonferenz bündelt die Internetangebote der verschiedenen kirchlichen Akteure zum Thema Prävention. Sie soll Eltern und alle, die in ihrer täglichen Arbeit Verantwortung für Kinder und Jugendliche übernommen haben, fundiert informieren und miteinander vernetzen.

Andere
Elternbriefe du+wir e.V.

Die Elternbriefe „du + wir“ begleiten Mütter und Väter bei der Erziehung ihrer Kinder bis zum 9. Lebensjahr mit Informationen zur kindlichen Entwicklung, Anregungen zur Gestaltung des Familienlebens und vielen praktischen Tipps.
2010 erschien der empfehlenswerte Elternbrief „Was tun gegen Missbrauch?“

Evangelische Kirche

Evangelische Landeskirche in Württemberg
Internetauftritt „Sexualisierte Gewalt“

Informationen zu Prävention, Intervention und Hilfe bei sexuellem Missbrauch der protestantischen Konfession in Württemberg.

Nichtkirchliche Internetangebote

Initiative „Kein Raum für Missbrauch“

Eine Initiative des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung.

Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs

Der Unabhängige Beauftragte der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs knüpft mit seiner Arbeit an die Empfehlungen seiner Amtsvorgängerin Dr. Christine Bergmann und des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch“ an und kümmert sich primär um die Fortführung und den Ausbau von Anlauf- und Hilfemöglichkeiten in Deutschland sowie die unterstützende Begleitung der Umsetzung von empfohlenen Maßnahmen in der Praxis.

Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“

Das Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“ bietet ein kostenloses und durch die Schweigepflicht geschütztes Behandlungsangebot für Menschen, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen und deshalb therapeutische Hilfe suchen.

Projekt „Sichere Orte Schaffen“

„Sichere Orte schaffen“ ist ein Projekt von Zartbitter e.V., in dem Jugendliche und junge Erwachsene mit und ohne Behinderung aus Jugendwerkstätten und Jugendzentren mitarbeiten.

Präventionsbüro „Petze“, Kiel

Das Präventionsbüro „Petze“ - ein Projekt des Landes Schleswig-Holstein in Trägerschaft des Notrufs Kiel - arbeitet im Bereich der Prävention von sexualisierter Gewalt und sexuellem Missbrauch und für die Verbesserung des Schutzes von Mädchen und Jungen.

Deutsche Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung- und Vernachlässigung e.V.

Die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung- und Vernachlässigung e.V. ist ein Zusammenschluss von rund 800 Fachkräften (Einzelpersonen und Institutionen) aus dem gesamten Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland. Die Mitglieder treten für eine aktive Verbesserung des Kinderschutzes ein.

Innocence in Danger e.V.

Der Verein „Innocence in Danger e.V.“ setzt sich international gegen sexuellen Missbrauch von Kindern, ein, vor allem gegen Kinderpornographie und deren Vertrieb durch die „neuen Medien“.

Beratungsstellen

Fachberatungsstellen gegen sexuellen Missbrauch & Psychologische Familien- und Lebensberatungsstellen