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„Klein unter den fliegenden Lebewesen ist die Biene, doch der Ursprung von Süßem ist ihr Ertrag“, heißt es im Buch Jesus Sirach 11,3.  Eine sehenswerte Kunst-Installation in der Stadtkirche St. Nikolaus spannt in Friedrichshafen noch bis zum 30. September unter dem Titel „Himmelschwärmer“ den Bogen von der Biene zur Schöpfung. Diesen Sonntag, 8. Juli, gibt’s im Anschluss an den Gottesdienst um 11 Uhr eine Exkursion nach Birnau mit Besuch des berühmten „Honigschleckers“ in der Basilika – und natürlich einer richtigen Imkerei.

Die Sorge um das gemeinsame Haus der Schöpfung darf uns als Christen nicht kalt lassen, hat Papst Franziskus in seiner Umwelt-Enzyklika „Laudato si“ sehr klar festgestellt. Mit ihrer „Himmelsschwärmer“-Aktion nimmt die Offene Stadtkirche St. Nikolaus in Friedrichshafen am Bodensee den Heiligen Vater beim Wort: Seit 17. Mai gibt es in dem Gotteshaus eine mit vielen Helfern errichtete Installation der Künstlerin Felicia Glidden zu bewundern. 2.500 Bienen aus Papier bevölkern das Kirchenschiff und wurden an eigens dafür gefertigten Sonnenblumen befestigt. Ein Gemälde im Altarraum zeigt große Waben und bereichert mit seiner honiggelben Struktur das Farbenspiel der überwiegend in Blautönen gehalten Glasfenster.   

Die Kirchengemeinde will mit der Aktion bewusst ein Zeichen setzen gegen das anhaltende Artensterben auf unserem Planeten. Bienen zum Beispiel bestäuben fast 80 Prozent aller Nutz- und Wildpflanzen. Deshalb ist es umso dramatischer, dass Bienen- und andere Insektenbestände in den letzten Jahren immer mehr gefährdet sind.

Das „Himmelsschwärmer“-Projekt wurde und wird noch bis Erntedank begleitet von Predigtreihen und Veranstaltungen wie einer Podiumsdiskussion, Mittagsgebeten, LesArten und einer Orgelimprovisation von Kantor Nikolai Geršak zum Stummfilm „Mikrokosmos“ im September. Bereits an diesem Sonntag steht nach dem Gottesdienst (11 Uhr) eine Honigfahrt mit dem neugewählten Dekan Bernd Herbinger zur Birnauer Basilika mit ihrer „Honigschlecker“-Figur und dem Besuch einer Imkerei auf dem Programm.

Thomas Brandl

 

 

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