Nachrichten

Am 26. Mai setzte Bischof Gebhard Fürst seinen Pilgerweg durch die Diözese fort. Er und gut 70 Begleiter starteten in Pfullingen, dem Ziel des Vorjahrs und Geburtsort des Heiligen Wolfgang. Über den Georgenberg und Betzingen erreichten sie auf den Spuren des Diözesanpatrons Martinus Wannweil im Dekanat Rottenburg.

Strahlender Sonnenschein und eine alte Kastanie am Fuße des Georgenbergs ließen die Pilger über die Verantwortung für die Schöpfung nachdenken. Mit Solarzellen auf dem Kirchendach, dem Bezug von Fair-Trade-Waren sowie durch Sammeln ausgedienter Handys leistet die Pfullinger Kirchengemeinde St. Wolfgang einen wichtigen Beitrag zur Schonung der Umwelt.

Im Luther-Gedenkjahr setzten der Tagesabschluss in der evangelischen Johanneskirche in Wannweil und zuvor der Besuch einer Einrichtung der BruderhausDiakonie ökumenische Akzente. Dabei erfuhren die Teilnehmer ein ganz pragmatisches Beispiel katholisch-evangelischer Zusammenarbeit. Gustav Werner, Gründer der Sozialeinrichtung, wurde 1809 in Zwiefalten geboren. Da weit und breit kein evangelischer Pfarrer zur Verfügung stand, spendete ihm kurzerhand ein katholischer Priester die evangelische Taufe.

Bischof Fürst pilgert jedes Jahr eine Strecke auf dem Martinusweg. Der europäische Kulturweg führt quer durch Europa - von Szombathely in Ungarn, der Geburtsstadt des Hl. Martin, nach Tours in Frankreich, wo der Bischof wirkte und begraben ist - auch durch die Diözese Rottenburg-Stuttgart. 2018 setzt der Bischof sein Pilgern am 11. Mai in Tübingen fort.

Thomas Münch / Markus Waggershauser

Archiv