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Rottenburg. 10. August 2016. Das Bistum Rottenburg-Stuttgart hat für 2015 den Jahresbericht über seine Finanzen und deren Verwendung vorgelegt. Dem Bericht zufolge wurde die 2015 nicht ausgegebene Summe von rund 1,3 Millionen Euro je anteilig dem Franziskusfonds, der Klosteranlage in Weingarten, der Sülchenkirche Rottenburg und der Schwabenverlag AG zur Verfügung gestellt. Der Bistumshaushalt beträgt im langjährigen Schnitt drei bis fünf Prozent des Diözesanhaushalts. Er wird gespeist in erster Linie aus Erträgen von Stiftungen, Immobilien, Kapitalanlagen und Beteiligungen.

Den Planansatz für den Bistumshaushalt 2016 setzen die Fachleute des Ordinariats insgesamt mit 8,8 Millionen Euro an,  was ca. 3 Prozent des Haushalts der Diözese i. e. S. entspreche. (Diözesanhaushalt 2016: 358 Millionen Euro)  Davon würden 3,6 Millionen Euro an Zinserträgen direkt an kirchliche Stiftungen und Zweckvermögen für pastorale, karitative und weitere kirchliche Aufgaben fließen. Erwartet wird ein Jahresüberschuss von 500.000 Euro.

Projekte und Einrichtungen, die mit Mitteln des Bistums finanziert würden, realisieren kirchliche Zwecksetzungen – wie zum Beispiel Hilfe für Mütter in Not, Obdachlosenhilfe, Hilfe für sozial Bedürftige, Kirchliche Internate oder  Aufwendungen für die Liturgie im Dom in Rottenburg und in der Konkathedrale in Stuttgart, sowie derzeit, beispielsweise, die Sanierung der Sülchenkirche Rottenburg.

Im Vorwort zum Bericht erinnert Bischof Gebhard Fürst an die weltweiten Herausforderungen des Jahres 2015. „Es ist wichtig, die Verhältnisse in den Ländern, aus denen Menschen aufgrund der dortigen Not fliehen, zu verbessern, betont der Bischof. Die Diözese wie auch das Bistum verstünden sich und ihr Wirken seit vielen Jahren in der Gemeinschaft der Weltkirche. Mit einer Summe von knapp 1,2 Millionen Euro aus Zinserträgen konnten 2015 weltweit 70 Projekte im Rahmen der Stiftung Weltkirche gefördert werden. Stiftungsmittel werden unter dem Dach des Bistums treuhänderisch verwaltet.

Nähere Informationen zur Überschussverwendung 2015:

Franziskusfonds – Hilfe für Bedürftige, Unterstützung mit 250.000 Euro
Der Franziskusfonds des Bistums Rottenburg-Stuttgart hilft in unkomplizierter Weise, wenn Menschen in Not geraten. Hauptursachen für die Antragstellung für Einzelfallbeihilfen an die Stiftung waren geringe Einkommen auf Grund von Arbeitslosigkeit, physischen und psychischen Erkrankungen oder niedrige Renten sowie eine hohe Verschuldung.

Klosteranlage Weingarten, Unterstützung mit 233.000 Euro
Unter anderem mit Hilfe des Bistums wurden in der Klosteranlage eine Pilgeranlaufstelle und ein Café mit Außenbewirtschaftung geschaffen sowie ein Sitz für Dekanat und Kirchengemeinde eingerichtet. Zu weiteren Stärkung der Klosteranlage soll der Bereich um den Kreuzgang saniert sowie Planungen für die künftige Nutzung des ersten Obergeschosses im Konventgebäude angestellt werden.

Sülchenkirche Rottenburg, Unterstützung mit 580.000 Euro
Die Bau- und Sanierungsmaßnahmen in der Sülchenkirche erfolgten von Beginn an im Zusammenwirken mit der Domgemeinde Rottenburg. Insbesondere für die Folgen der Baumaßnahmen in der Unterkirche, unter anderem die Wiederherstellung des Bodens der Oberkirche, der Altarstufen oder für die Rückführung des Altars, werden der Domgemeinde Rottenburg weitere Mittel zur Verfügung gestellt.

Schwabenverlag AG, Unterstützung mit 230.000 Euro
Unter dem Dach der AG befinden sich mehrere Verlage, die Schwabenverlag AG gibt zudem verschiede Publikationen, unter anderem das Katholische Sonntagsblatt und den L’Osservatore Romano, heraus. Die Unterstützung erfolgt , um gemäß dem Aktienanteil des Bistum im Umfang von rund 23 Prozent die geplante Kapitalerhöhung als Bistum mit leisten zu können.

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