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Unter dem Motto "Hand hoch für Freie Schulen" gingen letzte Woche 11.000 Jugendliche aus Einrichtungen vielfältiger privater Träger in Baden-Württemberg gemeinsam auf die Straße, darunter auch die katholischen freien Schulen der Diözese. Anlass war der finanzielle Ausgleich durch das Land für nicht erhobenes Schulgeld.

Der baden-württembergische Staatsgerichtshof hatte 2015 Passagen des Privatschulgesetzes gekippt, weil es nicht der Landesverfassung entspricht. Diese garantiert den freien Schulen finanziellen Ausgleich, wenn sie auf Schulgeld für Unterricht und Lernmittel verzichten. Die Landesregierung ist verpflichtet, bis August dieses Jahres eine verfassungskonforme Lösung zu finden.

Die Schülerinnen und Schüler demonstrierten gemeinsam mit Eltern und Lehrern für eine großzügige Unterstützung durch das Land, damit der Besuch der freien Schulen mit ihren profilierten Bildungskonzepten nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängt.

Aktuell verhandelt die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen (AGFS), in der auch die Stiftung Katholische Freie Schule der Diözese Rottenburg-Stuttgart vertreten ist, mit der Landesregierung über ein neues Finanzierungsmodell. Kultusministerin Susanne Eisenmann versprach den Demonstrierenden sich im Landtag dafür einzusetzen, dass eine Grundförderung von 80 Prozent in der Landesverfassung verankert werde. Die anwesenden Vertreter verschiedener Fraktionen sicherten ihr dabei Unterstützung zu.

Mit Massenchören und Kulturprogramm zeigten die Schülerinnen und Schüler auf dem Stuttgarter Schlossplatz die Vielfalt des freien Bildungswesens.

Iris Geigle / Markus Waggershauser

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