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Rottenburg. 10. Oktober 2016. Wertvolle liturgische Geräte aus dem Kloster Zwiefalten präsentiert das Diözesanmuseum in Rottenburg. Unter dem Titel „Dem Himmel ganz nah“ sind dort vom kommenden Sonntag (16. Oktober)  bis 2. April 2017 zahlreiche Reliquiare und Altargeräte aus dem Klosterschatz des traditionsreichen Benediktinerklosters mit 700-jähriger Vergangenheit zu sehen. Dazu zählt eine berühmte Staurothek mit Christusreliquien. Über Jahrhunderte hinweg brachten die prächtigen Gegenstände in der Liturgie den Gläubigen den „Himmel ganz nah“, wie Museumsdirektorin Melanie Prange betont.

Weitere Exponate sind kostbare Illuminationen liturgischer Handschriften aus dem so genannten Zwiefaltener Skriptorium sowie prachtvolle Messgewänder. Die 15 gezeigten Objekte sind Werkstücke von Meistern, die mit ihrer Kunstfertigkeit einzigartige Kostbarkeiten unter anderem aus Gold, Silber und Edelsteinen geschaffen haben. Die Ausstellung spannt einen Bogen von Romanik über Renaissance bis Barock und Rokoko und dokumentiert zudem die Jahrhunderte lang bestehenden weltweiten Verbindungen des schwäbischen Klosters bis nach Jerusalem, Konstantinopel und Polen. Erstmals werden die wichtigsten Schatzobjekte öffentlich und in ihrem Zusammenhang gezeigt. Ein farbig bebilderter Katalog mit einem Vorwort von Weihbischof Johannes Kreidler informiert auf 168 Seiten; die Texte stammen von Direktorin Prange und dem Wissenschaftlichen Mitarbeiter Milan Wehnert.

Hinweis: Die Ausstellung „Dem Himmel ganz nah“ wird eröffnet am Sonntag, 16. Oktober um 15 Uhr im Diözesanmuseum, Karmeliterstraße 9, 72108 Rottenburg.

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