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Unter den 120 Vertreterinnen und Vertretern der Katholiken in Württemberg herrschte Einigkeit: Die Kirche soll dem demokratiefeindlichen Populismus entschieden Widerstand leisten. Die Räte erinnerten auch an das Engagement gegen Waffenhandel und an 60 Jahre Römische Verträge als Fundament für ein friedliches Europa.

Bischof Gebhard Fürst, Vorsitzender des Diözesanrats, betonte bei der Sitzung am 24. und 25. März, dass die Kirche für die Sorgen, Ängste und Anliegen der Menschen ein Ohr haben und gleichzeitig die Trennlinie zwischen kirchlichen und populistisch-nationalistisch geprägten Positionen klar benennen müsse.

Diözesanratssprecher Dr. Johannes Warmbrunn wandte sich gegen Ausgrenzung und die Missachtung von Menschenrechten, andererseits sieht er die Kirche aber auch in der Verantwortung. Sie müsse "den Menschen Räume eröffnen, in denen sie Vertrauen, Geborgenheit, Hoffnung und Zuversicht finden können", erklärte er. Die Katholikenvertretung wird sich Mitte Mai mit einer öffentlichen Erklärung zum Populismus positionieren.

Die Unterfinanzierung der Hilfen für die Opfer der verheerenden Hungerkatastrophe in Ostafrika und andererseits die Zunahme von Waffenhandel und Wettrüsten kam bei der Diözesanratssitzung ebenso zur Sprache wie die Erinnerung an den Abschluss der Römischen Verträge vor 60 Jahren, die die Grundlagen für ein vereintes und friedliches Europa legten.

Cäcilia Branz / Markus Waggershauser

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