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Rottenburg. 18. November 2016. Sr. Sigmunda May (79), Franziskanerschwester des Klosters Sießen, hat die Silberne Martinusmedaille der Diözese Rottenburg-Stuttgart erhalten. Bischof Gebhard Fürst überreichte das Ehrenzeichen am Donnerstagabend in Rottenburg als Anerkennung für die herausragenden künstlerischen Verdienste der Ordensfrau. Die akademisch gebildete Künstlerin erwarb sich einen Ruf weit über die Grenzen der Diözese hinaus als Holzschneiderin. Der Reutlinger Künstler HAP Grieshaber hatte sie früh für die  Technik des Holzschnitts gewonnen. Der Werkstoff Holz mit seiner individuellen Prägung sei bestens geeignet für die vorrangig religiösen Motive von Schwester Sigmunda, betonte Bischof Fürst. „Ihr Werk ist lebendige, bildhafte Katechese“, bestätigte er der Geehrten.

Sr. Sigmunda May kam in Dalkingen im Ostalbkreis zur Welt. Sie besuchte zunächst die katholische Realschule St. Gertrudis in Ellwangen und legte schließlich 1958 in Stuttgart das Abitur am Gymnasium St. Agnes der Franziskanerinnen von Sießen ab. Im selben Jahr trat sie dieser Kongregation bei. 1962 absolvierte Sr. Sigmunda das Staatsexamen in Geografie an der Technischen Hochschule Stuttgart, vier Jahre später das Staatsexamen in Kunsterziehung an der Kunstakademie in Stuttgart. Von 1969 bis 2002 unterrichtete sie am ordenseigenen Mädchengymnasium St. Agnes in Stuttgart Kunst. Anschließend und bis heute arbeitet sie als freischaffende Künstlerin im Kloster Sießen. Viele Gestaltungen von Chorräumen in Kirchen stammen von ihr, in über 50 Ausstellungen präsentierte sie ihre Werke.

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