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Mit einer öffentlichen Erklärung hat sich der Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart im Kloster Schöntal als Mitglied im Aktionsbündnis "Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!" gegen die Ausrichtung von Rüstungsmessen in Stuttgart ausgesprochen.

Anlass der Erklärung ist die internationale Militär- und Waffentechnikmesse ITEC, die die Veranstalter nach Protesten in Köln nun im Mai auf dem Messegelände in Stuttgart ausrichten. "Wir sehen in dieser Messe einen Beitrag zur Schaffung von Fluchtursachen, zur Anwendung von Gewalt in Konflikten sowie zum Missbrauch von Ressourcen, die für Bildung und Entwicklung dringend notwendig wären", heißt es in der Stellungnahme der Katholikenvertretung.

Dass Bildung die Friedensfähigkeit von Menschen mit Gewalterfahrung fördere, zeigte Oliver Müller, Leiter von Caritas international, bei der Diözesanratsitzung am Beispiel von Bangladesch und aus dem Nahen Osten. Christinnen und Christen müssten "sichtbar und hörbar für das Leben eintreten, für zivile Krisenprävention, für Verständigung, für Frieden und Versöhnung“, forderte Norbert Brüderl vom Diözesanausschuss Eine Welt. Das Gremium folgte diesem Aufruf mit der Erklärung.

Cäcilia Branz / Markus Waggershauser

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