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Rottenburg/Ulm 20. Juli 2018. Mit einem Festgottesdienst in der Ulmer Pfarrkirche St. Georg hat Bischof Gebhard Fürst an die Gründung des ersten Kindergärtnerinnenseminars in Württemberg vor 100 Jahren erinnert. In seiner Predigt stellte der Bischof das von Beginn an praktizierte Konzept der Verzahnung von Fachseminar und praktischer Ausbildung als wegweisend heraus. Die Kongregation der Franziskanerinnen von Reute richtete 1918 das Kindergärtnerinnenseminar mit Wohnheim und Ausbildungskindergarten ein. 1991 übertrugt die Kongregation die Trägerschaft der Schule an die Stiftung Katholische Freie Schule der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Heute trägt die Einrichtung die Bezeichnung „Katholische Fachschule für Sozialpädagogik“.

Der gesellschaftliche Kontext im Jahr 1918 sei ein vollkommen anderer gewesen, ebenso die Pädagogik, die hier gelehrt wurde, blickte Bischof Gebhard Fürst zurück. Das Besondere des Seminars sei aber von Beginn die Tatsache gewesen, dass das Gelernte nicht abstrakt geblieben sei, sondern unmittelbar im Kinderhaus Umsetzung gefunden habe. „Hier wird nicht nur Lehrstoff vermittelt, hier darf das pädagogische Wissen gleich erprobt werden. Fachschule und Kinderhaus St. Maria seien Orte des Wachsens und Reifens – für die angehenden Erzieherinnen ebenso wie für die Kinder.“

Der Fachschule dankte der Bischof für die besondere Ausbildung der Schülerinnen und Schüler, die an diesem Ort mit Fähigkeiten ausgestattet würden, die über die Beherrschung des fachlichen Handwerkszeugs hinausreichten: „An dieser Schule erhalten junge Menschen alle Voraussetzungen, um zu motivierenden Lebens- und Glaubenszeugen zu werden, die das Interesse der Kinder am Glauben wecken und freisetzen können!“

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