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Stuttgart. 16. November 2017. Die Kirchliche Landesarbeitsgemeinschaft Erwachsenenbildung (KiLAG) hat in diesem Jahr zusammen mit der Karl Schlecht Stiftung innovative ethische Weiterbildungsangebote von kirchlichen Bildungsträgern prämiert. „Mit diesem Preis wollen wir wegweisende Projekte in der Allgemeine Weiterbildung honorieren?, erklärt Pastor Röcker, Vorsitzender der KiLAG. 20 eingereichte Bewerbungen zeigen das breite Spektrum der Kirchlichen Erwachsenenbildung. Diese Vielfalt spiegelt sich auch bei den prämierten Plätzen wieder.

Über ein Preisgeld von 5.000 Euro darf sich das Evangelische Kreisbildungswerk Stuttgart freuen. Das Projekt „Salâm: Frieden machen", eine Dialogveranstaltung mit ehemaligen libanesischen Bürgerkriegskämpfern, überzeugte das Preiskomitee in seiner Innovation und auch im Blick auf seine starke individuelle Förderung einer an ethischen Werten orientierten Persönlichkeitsbildung.

Mit 2.000 Euro wurde die Veranstaltung „Wahlprogramme einfach erklärt“ von der Katholischen Erwachsenenbildung in Göppingen bedacht. In einer Veranstaltung im Juli wurde versucht, Parteiprogramme, im Hinblick auf die Bundestagswahl im September, einfach zu erklären. „Von einer solchen inklusiven Fortbildungsveranstaltung profitieren im Übrigen alle“, so das Preiskomitee.

„Bizeps & Bibel“, ein Frühaufsteherangebot, in dem sportliche Betätigung, geistiger Impuls sowie ein gemeinschaftliches Frühstück verbunden werden, darf sich über den 3. Platz und 500 Euro freuen. Die Veranstaltung des Evangelischen Bildungswerks Esslingen versucht neue Wege zu gehen und
richtet sich mit diesem Bildungsangebot an Männer.

Verliehen wurden die Preise bei der zum ersten Mal stattfindenden Jahrestagung Kirchliche Erwachsenenbildung. Inhaltlich beschäftigte sich die ökumenische Fortbildung mit „Werten zur Orientierung in unserer globalen Gesellschaft“. Bei der Podiumsdiskussion mit Staatssekretär Volker Schebesta, Oberkirchenrat Werner Baur, Landtagsabgeordneten Brigitte Lösch sowie Dr. Julia Gassner vom Volkshochschulverband (vhs) wurde das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Konkret wurde es am Nachmittag. Antworten auf Fragen wie z.B. „Welche Werte habe ich?“  oder „Überzeugen oder Verstehen?“ wurden in Diskussionsrunden gesucht. Hauptreferent war der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Nils Köbel, der an der Katholischen Hochschule in Mainz eine Professur in Pädagogik innehat.

Die Kirchliche Erwachsenenbildung in Baden-Württemberg gewährleistet ein flächendeckendes Angebot. Mit der Hilfe von 98 hauptamtlich geleiteten Einrichtungen mit ehrenamtlich geleiteten Arbeitskreisen/ ehrenamtlichen Ansprechpersonen in den Kirchengemeinden der fünf beteiligten Kirchen - der Erzdiözese Freiburg, der Diözese Rottenburg-Stuttgart, der Evangelischen Landeskirchen in Württemberg und Baden sowie der Evangelisch-methodistischen Kirche- erreicht sie mit mehr als 100.000 Veranstaltungen über 2,5 Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Baden-Württemberg, auch in den kleinsten Dörfern und Gemeinden. Zu den 98 hauptamtlich geführten Einrichtungen kommen 14 Bildungshäuser, 3 Familien-Feriendörfer, mehr als 800 Außenstellen und ca. 3.400
Ehrenamtliche vor Ort dazu.

Hinweise: Bilder zur Veranstaltung können bei Alexandra Trapp, assistenz(at)kilag.de angefordert werden. Informationen über die Arbeit der KiLAG finden Sie unter www.kilag.de. Ansprechpartnerin: Alexandra Trapp, Giebelstraße 16, 70499 Stuttgart, 0152-01319278, assistenz(at)kilag.

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