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Viele geflüchtete Väter haben Frauen und Kinder im Heimatland zurückgelassen, damit sie bei der Flucht nicht in Gefahr geraten. Häufig fürchten die Männer jetzt um die Sicherheit ihrer Familie und wollen sie so schnell wie möglich nachholen. Anlässlich des Feiertags Christi Himmelfahrt, der auch als Vatertag begangenen wird, weist die Caritas auf die Not dieser Väter hin.

Die Flüchtlinge stehen unter starkem psychischen Druck, weil sie die Sorge um die Familie in Syrien, Ägypten, im Libanon, in der Türkei oder in Griechenland kaum aushalten, berichten Caritas-Fachkräfte. Die Männer können sich dann nur schwer auf Integrationskurse konzentrieren oder auf das Leben hier einlassen. Laut Caritas ist es für die Familienangehörigen im Ausland nur unter erschwerten Bedingungen möglich, einen Antrag auf Nachzug zu stellen.

„Wir setzen uns für den Schutz der Ehe und Familie ein, der auch für die Geflüchteten gilt", betonte Caritas-Vorstand Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock (Rottenburg-Stuttgart) zusammen mit ihrer Freiburger Kollegin Mathea Schneider. „Je schneller die Familienmitglieder wieder beieinander sind, desto besser klappt die Integration. Denn das familiäre und eheliche Zusammenleben wirkt äußerst stabilisierend und integrativ, wenn es darum geht, sich hier zurechtzufinden und heimisch zu werden.“

Jochen Wiedemann

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