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Rottenburg/Aalen. 1. Juli 2016. Etwa die Hälfte aller Ehen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart werden konfessionsverbindend geschlossen, die Kombination „evangelisch-katholisch“ ist dabei am häufigsten. Doch wohin, wenn es kriselt – zu einer katholisch oder einer evangelisch getragenen Ehe- und Familienberatung? In Aalen muss man sich darüber keine Gedanken machen. Seit fast 40 Jahren gibt es dort die „Ökumenische Psychologische Beratungsstelle“. Diese Kooperation, einst entstanden durch die Initiative ökumenischer Hauskreise in Aalen, wird jetzt mit einer Vereinbarung auf solide Füße gestellt und ist damit dauerhaft zukunftsfähig. Vertreter der beiden Kirchen unterzeichneten am Freitag (1. Juli) in Aalen die Kooperationsvereinbarung.

„Die Menschen schätzen die caritativ-diakonischen Angebote der Kirchen und sie schätzen es ausdrücklich, wenn die Kirchen diese Aufgabe gemeinsam tragen“,  sagte die Leiterin der Hauptabteilung Caritas in der Diözese, Irme Stetter-Karp. Denn hier bedeute Ökumene eindeutig einen Zuwachs an Qualität. „Beraterinnen und Berater, die aus verschiedenen kirchlichen Traditionen kommen, bereichern einander.“ Daraus enstünden wichtige Anregungen für beide Seiten, Berater und Ratsuchende. 

In Württemberg werden von der Diözese Rottenburg-Stuttgart sowie von der Evangelischen Landeskirche jeweils 12  Psychologische Beratungsstellen getragen, weitere vier in gemeinsamer, ökumenischer Trägerschaft.

In den zwölf katholischen und vier ökumenischen Einrichtungen werden jährlich rund 6.000 Fälle im Bereich der Erziehungsberatung betreut. In der Ehe- Familien- und Lebensberatung werden knapp 6.000 Personen im Jahr erreicht.

Die vier ökumenischen Beratungsstellen sind in Aalen, Tuttlingen, Tübingen und Albstadt-Ebingen angesiedelt. Eine Kooperationsvereinbarung besteht bislang nur für die Einrichtung in Albstadt-Ebingen.

 

 

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