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Rottenburg. 22. September 2016. Im aktuellen Kindergartenjahr 2016/2017 unterstützt die Diözese Rottenburg-Stuttgart gezielt katholische Kindertages-Einrichtungen, die Kinder mit Fluchterfahrung aufnehmen. Mit einem einmaligen Förderbetrag von maximal 25.000 Euro je Einrichtung fördert der „Zukunftsfonds Kindergarten“ der Diözese Personal- und Sachkosten, die sich aus der Arbeit mit Kindern und Eltern geflüchteter Familien ergeben.

Örtlich sehr unterschiedliche Situationen würden oft ein schnelles, organisatorisches und fachlich verantwortungsvolles Handeln verlangen, sagt die Leiterin der Hauptabteilung Caritas in der Diözese und Verantwortliche für den Fonds, Ordinariatsrätin Irme Stetter-Karp. Dazu zähle ihrer Erfahrung nach der schnelle Zugang zu Dolmetschern, die Möglichkeit der Kontaktaufnahme und -pflege zu Diensten der Flüchtlingshilfe, psychologische Unterstützung, gezielte Sprachförderung ebenso wie Spielmaterial und kindgerechte Literatur zu den Themen Flucht oder interkulturelle und interreligiöse Kompetenz. „Um diese Herausforderungen zu bewältigen, benötigen Träger und Einrichtungen neben der fachlichen Beratung und Begleitung auch finanziell zusätzliche Ressourcen“, so Stetter-Karp. Diese Mittel seien auch deshalb gut investiert, weil die Finanzierung des Landes in Sachen  Kita-Strukturqualität im Verhältnis zu anderen Handlungsfeldern sozialer Arbeit nicht auf der Höhe der Zeit sei, ergänzt die Ordinariatsrätin.

Für den Zukunftsfonds Kindergarten hat die Diözese 2008 rund 2,5 Millionen Euro für innovative Projekte zur Verfügung gestellt. Bis 2015 wurden für 59 Anträge rund 1 Million Euro Fördermittel bewilligt.

In der Diözese Rottenburg-Stuttgart gibt es insgesamt 885 Einrichtungen katholischer Träger mit knapp 2.500 Gruppen. Dort werden mehr als 44.000 Kinder von 7.680 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut. Derzeit haben gut ein Viertel der Einrichtungen Kinder mit Fluchterfahrung aufgenommen.

Die Verantwortung für die Profilierung und Weiterentwicklung der Kindergärten in der Diözese liegt bei der Hauptabteilung Caritas im Bischöflichen Ordinariat.

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