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Rottenburg/Ravensburg. 26. April 2016. Als Freund Gottes und der Menschen hat Bischof Gebhard Fürst Alt-Weihbischof Franz Josef Kuhnle zu dessen 90. Geburtstag am Mittwoch gewürdigt. Kuhnle habe die Gabe, aus seinem tiefen Glauben heraus auf die Menschen zuzugehen und ihnen dabei Zuversicht und Lebensmut zu vermitteln, betonte Bischof Fürst am Dienstag. Diese Lebenshaltung drücke sich in Kuhnles Bischofswahlspruch „Deus Fidelis – Gott ist treu“ treffend aus. Den treuen Gott bezeuge Weihbischof Kuhnle bis ins sein hohes Alter auf anziehende Weise. Bischof Fürst dankte dem Weihbischof für dessen vielfältige Verdienste um die Diözese Rottenburg-Stuttgart. „Unzählige Menschen weit über Kirchengrenzen hinaus durften und dürfen Dich als Glaubenszeugen und Hoffnungsboten erleben.“

Der in Ravensburg geborene und in Riedlingen und Stuttgart aufgewachsene
Geistliche wurde 1952 zum Priester und 1976 zum Bischof geweiht. Nach dem Tod von Bischof Georg Moser 1988 leitete Kuhnle die Diözese ein Jahr kommissarisch. 1991 legte er sein Amt als Weihbischof nieder und leitete als Pfarrer zwei Gemeinden im Allgäu. Als Kriegsgefangener hatte er in dem von Abbe Franz Stock eingerichteten Priesterseminar im französischen Lager Chartres Theologie studiert. Kuhnle erwarb sich als Gemeindepfarrer in Stuttgart und als Weihbischof den Ruf eines fesselnden Predigers. Kuhnle setzte sich zeitlebens für eine lebensnahe Pastoral ein.

Das Titularbistum des Weihbischofs, Sorres, liegt auf Sardinien. Noch vor wenigen Tagen besuchte er es zusammen mit Freunden. Kuhnle lebt in Ravensburg. Dort wird Bischof Fürst ihn Sonntag besuchen und einen Gottesdienst mit ihm feiern.

Uwe Renz

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