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Rottenburg/Schweinhausen. 29. September 2016. Mit persönlichen Gegenständen von Bekennerbischof Joannes Baptista Sproll erinnert der oberschwäbische Ort Schweinhausen an seinen prominentesten Sohn. An einem eigens eingerichteten Gedenkort in der Kirche Mariä Himmelfahrt können Besucher künftig die Totenmaske, einen Messkelch sowie die Mitra des von den Nationalsozialisten aus der Diözese Rottenburg verbannten Bischofs betrachten und sich seiner erinnern.
Am 1. Oktober (Samstag, 18:00) übergibt Domkapitular Thomas Weißhaar die Gedenkstätte im Rahmen einer festlichen Messe ihrer Bestimmung.

Sproll kam in Schweinhausen am 2. Oktober 1870 zur Welt. Seit 2011 ist für ihn ein Seligsprechungsverfahren im Gange. Für den Gedenkort im Südosten des Kirchenraums in Schweinhausen verlegte die Kirchengemeinde den Beichtstuhl in die Sakristei. So entstand Platz, um die persönlichen Gegenstände, die durch Nachlass in den Besitz der Kirchengemeinde gelangten, zu präsentieren. Die Konzeption des Gedenkortes folgt der Idee eines Lebens-Weges. Die neu entstandene Glasfront ist das letzte Werk des im Mai verstorbenen Künstlers Hermann Geyer aus Ulm, der in der Kirche bereits  vor 40 Jahren die Fenster im Altarraum entwarf und gestaltete.

Nach Überzeugung Weißhaars, Bischöflicher Beauftragter des Seligsprechungsverfahrens für Sproll, mahnt der Gedenkort, „sich im Sinne des Bekennerbischofs für Menschenrechte und Menschenwürde mutig einzusetzen“.

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