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Rottenburg. 25. Dezember 2017. Die Weihnachtsbotschaft vom göttlichen Kind in der Krippe lasse nach Überzeugung des Rottenburger Bischofs Gebhard Fürst keinen Raum für Hass und Gewalt. Übergriffe auf Migranten hätten ebenso wenig Platz wie antisemitische Äußerungen oder gar Ausschreitungen, sagte der Bischof in seiner Predigt am Montag im Rottenburger Dom. "Wo die Kraft, die von diesem Kind ausgeht wirksam wird, da richtet sich kein Mensch gegen den anderen. Da treten Menschen mutig für Andere ein", betonte er.

Das Weihnachtsfest fordere dazu auf, selbst zum Wohnort der Liebe Gottes zu werden und als Christen die Botschaft des Kindes in der Krippe anzunehmen und wirksam werden zu lassen, sagte Bischof Fürst. "Wo wir Gottes menschgewordene Liebe selbst leben, da entsteht im Streit Versöhnung, da wandelt sich Gewalttätigkeit in Friedfertigkeit und aus Gleichgültigkeit gegenüber dem Nächsten wird Parteilichkeit für den, dessen Menschenwürde bedroht ist."

Gott schenke den Menschen in Jesus von Nazareth seine unmittelbare Nähe, er werde sichtbar und seine Liebe erfahrbar. "Dass Gott einer von uns wird, einer vor uns, die wir uns oft wie Verlorene fühlen, wie Abgestürzte, das tut uns gut", so der Rottenburger Bischof.

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