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Professor Peter Strohschneider, Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), überreichte Privatdozent Michael Seewald (29) in Berlin die Urkunde des Heinz Maier-Leibnitz-Preises. Mit seiner Habilitationsschrift habe Seewald eine entscheidende Lücke der Forschung geschlossen, bescheinigt die Jury dem jungen Wissenschaftler.

Schon bei der Bekanntgabe der zehn Preisträger verschiedener Fachrichtungen im Februar würdigte Bischof Gebhard Fürst die außerordentliche Begabung des Theologen, den er 2013 in Weingarten zum Priester weihte. In seinem Gratulationsschreiben an Seewald zeigte sich der Bischof überzeugt, „dass Sie als Priester und Wissenschaftler die zeitgenössische Theologie entscheidend prägen werden“.

Grundlage für die Preisverleihung bildete unter anderem die Habilitationsschrift, in der Seewald am Beispiel Franz Oberthür (1745–1831) auch das generelle Verhältnis der katholischen Kirche zur Moderne neu ausleuchtet. Der Heinz Maier-Leibnitz-Preis wird seit 1977 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung an herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben und möchte sie unterstützen, ihre wissenschaftliche Laufbahn weiterzuverfolgen.

1987 in Saarbrücken geboren studierte Michael Seewald Katholische Theologie, Politikwissenschaft und Philosophie in Tübingen, Pune (Indien) und Frankfurt am Main. Nach seiner Promotion und während seiner Habilitation im Fach Dogmatik und Ökumenische Theologie in München lehrte er auch Theologische Propädeutik am Ambrosianum Tübingen. Im laufenden Sommersemester vertritt der den Lehrstuhl für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Markus Waggershauser

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