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Bei einem ökumenischen Friedensgebet in der Stuttgarter Stiftskirche und der anschließenden Kundgebung auf dem Schlossplatz der Landeshauptstadt erklärten am Samstagnachmittag Vertreter aus Politik sowie aller christlicher Kirchen ihre Solidarität mit den verfolgten Christen und Minderheiten in Syrien und im Irak. Dem Aufruf der syrisch-orthodoxen Kirche mit Bischof Philoxenus Mattias Nayis an der Spitze waren etwa 2000 Teilnehmer gefolgt.

Unter ihnen auch der Pfarrer der katholisch-chaldäischen Gemeinde in Stuttgart, Sizar Majeed, der in seiner Fürbitte um Schutz für die Kirchen und Gemeinschaften des Ostens bat: „Bewahre in ihnen deinen heiligen Namen, den sie seit den Tagen der Apostel dort bezeugen. Beschütze sie in ihrer Heimat vor Verfolgung und Unterdrückung. Schenke ihnen die Freiheit, den Glauben an dich in Eintracht und Frieden untereinander und mit anderen zu leben“. Stellvertretend für die katholische Kirche im Land richtete sich die Fürbitte des Stuttgarter Stadtdekans Christian Hermes an die politisch und militärisch Verantwortlichen: „Gib allen den Geist der Gerechtigkeit, des Mutes und der Hoffnung“.

In seinem anschließenden Statement auf dem Stuttgarter Schlossplatz rief Hermes zu einem gemeinsamen Vorgehen der Vereinten Nationen auf und sagte im Namen der Katholischen Kirche allen „Opfern dieser Barbarei, Christen und Nichtchristen, dort und hier“, Solidarität zu: „Bei allem, was nun beraten wird ist es wichtig, den Verfolgten und Leidenden im Nahen Osten und den Flüchtlingen, die zu uns kommen, ein Zeichen echter Solidarität zu geben. Wir rufen Euch zu: Ihr seid nicht vergessen! Ihr seid nicht alleine und wir werden euch nicht alleine lassen!“, so Hermes.

Manuela Pfann

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