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"Wir brauchen ein positives Klima, um Integration auch wirklich schaffen zu können“, betonte der Vorsitzende Peter Niedergesäss bei der Tagung der Arbeitsgemeinschaft katholischer Organisationen und Verbände (ako). Das Flüchtlingsthema stand im Mittelpunkt der Vorträge, Diskussionen und des kulturellen Rahmenprogramms.

Ordinariatsrätin Dr. Irme Stetter-Karp wies in Stuttgart-Hohenheim darauf hin, dass Deutschland nach dem Krieg in einer viel schwierigeren Lage Millionen von Flüchtlingen integriert habe. Außerdem würden heute die meisten Flüchtlinge in Entwicklungsländern aufgenommen. Deshalb plädierte sie dafür, sich ohne Weinerlichkeit den jetzt anstehenden Aufgaben zu widmen. Handlungsbedarf sieht die Leiterin der Hauptabteilung Caritas vor allem im sozialen Wohnungsbau und im Ausbau der Traumatherapie.

Die vorgestellten Beispiele, wie Integration an der Basis gelingt, zeigten ein bemerkenswertes Engagement der kirchlichen Sozialarbeit von Verbänden und Kirchengemeinden. Die Herausforderung bestehe darin, die unterschiedlichen Talente und Herangehensweisen zusammenzubringen, erklärte Michael Buck, zweiter Vorsitzender der ako. Diesem Engagement stehen die Forderungen nach Begrenzung der Flüchtlingszahlen und offener Hass in den Sozialen Medien gegenüber. Die Presse müsse trotzdem seriös und umfassend berichten, sagte Chefredakteur Dr. Hendrik Groth von der der Schwäbischen Zeitung. Nur so könne sie ihre Wächterfunktion in der Gesellschaft wahrnehmen.

Markus Waggershauser

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