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Zum „3. Chaldean Youth Congress 2017“ sind etwa 350 chaldäische Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Europa im Kloster Untermarchtal zusammengekommen. Unter dem Motto „Kommt und seht!“ (Joh 1,39) stärken sie in dieser Woche mit Gottesdiensten, Bibelarbeit, Spielen und Workshops ihre Gemeinschaft und ihren Glauben.

Zum dritten Mal nach 2012 und 2014 treffen sich derzeit junge chaldäische Christen zwischen 18 und 35 Jahren in Deutschland, die mit ihren Familien aus dem Irak und den Nachbarregionen nach Europa geflohen sind. Um seine Verbundenheit mit ihnen auszudrücken, war zu Beginn der Woche deren kirchliches Oberhaupt, der Patriarch von Bagdad, Louis Raphael I.Sako, zu Gast im Kloster.

In Deutschland leben derzeit rund 17.000 chaldäische Christinnen und Christen, 5.000 davon in Baden-Württemberg, 1.500 im Raum Stuttgart. Die chaldäische Kirche ist seit dem 16. Jahrhundert mit der römisch-katholischen uniert und gehört zu den ältesten überhaupt. Auf Initiative von Bischof Gebhard Fürst wurde den chaldäischen Christen in der Diözese Ende 2014 die Pauluskirche in Stuttgart-Rohracker von der Katholischen Seelsorgeeinheit St. Urban überlassen und die Sanierung des dazugehörigen Gemeindehauses finanziell unterstützt.

Die chaldäische Gemeinde hat nicht den Status einer muttersprachlichen Gemeinde wie andere Gemeinden für Katholiken anderer Nationalität. Sie untersteht dem orientalischen Kirchenrecht. Ist kein chaldäischer Bischof im Land, sind die chaldäischen Katholiken als Personalgemeinde unmittelbar dem örtlichen Bischof zugeordnet.

Manuela Pfann

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