Nachrichten

Rottenburg. 31. Mai 2016. Als Stellvertreter für eine Kirche, die den Menschen nahe ist, hat Bischof Gebhard Fürst Weihbischof Johannes Kreidler zu dessen 70. Geburtstag am Dienstag gewürdigt. Kreidler habe einen aufmerksamen Blick für Menschen in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen. „Seine Gabe zu hören und zu verstehen zeichnen ihn in besonderer Weise aus“, betonte Bischof Fürst. Diese Lebenshaltung drücke sich in Kreidlers Bischofswahlspruch „Ministerium reconciliatoris“ (Der Versöhnung dienen) treffend aus. Prägend in seiner Haltung sei ebenso seine im  Geist nachkonziliarer Theologie geformte Spiritualität, so Bischof Fürst weiter.

Der in Grünmettstetten bei Horb geborene Geistliche wurde 1972 zum Priester geweiht und 1991 zum Weihbischof der Diözese ernannt. Zuvor war Kreidler Bischöflicher Sekretär der beiden Bischöfe Carl-Josef Leiprecht und Georg Moser, anschließend Repetent am Tübinger Wilhelmstift. Von 1980 bis 1985 fungierte er als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Dogmatik, im Anschluss daran promovierte er bei Professor Walter Kasper in Tübingen. Vor seiner Ernennung zum Weihbischof war Johannes Kreidler fünf Jahre Regens des Rottenburger Priesterseminars. Nach der Berufung von Bischof Walter Kasper nach Rom leitete Kreidler die Diözese ein Jahr kommissarisch. Seit dem Jahr 2004 ist der Weihbischof in der Diözese verantwortlich für die Bereiche Liturgie, Kunst und Kirchenmusik. Für Kreidler ist eine festlich gestaltete Liturgie mit Sensibilität für Sprache, Symbolik und Musik zentral für eine Kirche, die missionarische Strahlkraft besitzen will. Der Dialog zwischen Kirche und Kunst regen ihn immer wieder neu zu Fragen und Antworten an.

Innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz ist Kreidler Mitglied in den Kommissionen „Ehe und Familie“ sowie „Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste“.

Archiv