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Rottenburg. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart plant die vollständige Klimaneutralität in ihrem Gebiet bis zum Jahr 2050. Dies bedeutet eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes gegenüber 2015 um 85 Prozent. Ein entsprechender Maßnahmenkatalog wurde in den beiden vergangenen Jahren erstellt, die Umsetzung beginnt jetzt mit Unterstützung zweier Klimaschutz-Manager. Eine Klimaschutzmanagerin für den Bereich „Baumaßnahmen“ hat ihre Arbeit bereits aufgenommen. Ein weiterer Fachmann für den Bereich „Energiemanagement“ kommt im Laufe dieses Jahres hinzu. Beide zusammen bearbeiten die Bereiche „Mobilität“ und „Beschaffung“. Im aktuellen Haushaltsplan für die Jahre 2019/2020 haben Diözesanleitung und Diözesanrat für die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes 15 Millionen Euro bewilligt.

Mit der aktuellen Veröffentlichung von Nachhaltigkeitsleitlinien manifestiert die Diözese das Bestreben, nachhaltige Entwicklung zum Leitprinzip künftigen Handelns zu machen. Ziel ist es, ökologische, soziale und ökonomische Entscheidungen bewusst aufeinander zu beziehen und mit Blick auf Nachhaltigkeit zu überprüfen. Die Leitlinien haben empfehlenden Charakter und wenden sich an Verantwortliche auf Ebene der Kirchengemeinden, der Dekanate ebenso wie der Diözese. Geplant ist, mit verschiedenen Veranstaltungen für das Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu sensibilisieren.

Zum Hintergrund:
Grundlage der Nachhaltigkeitsleitlinien bilden die bisherigen Initiativen der Diözese zum Klimaschutz sowie der Bezug auf die Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus. Die Leitlinien befassen sich mit den Handlungsfeldern „Verkündigung und Liturgie“, „Bildungswesen“, „Pastoral“, „Umgang mit Energie – Energiemanagement – Umweltmanagement“, „Nachhaltiges Bauwesen“, „Nachhaltigkeit im Ressourceneinsatz in der Informationstechnik“, „Nachhaltigkeit Finanzen“, „Nachhaltigkeit Mobilität“, „Schutz von Pflanzen und Tieren“.

Die im Jahr 2007 begonnene und auf zehn Jahre angelegte Klimainitiative wurde mit der Ausarbeitung des Klimaschutzkonzepts fortgesetzt. Der im Rahmen des Konzepts ermittelte CO2-Ausstoß in der Diözese ergab 2015 ein Gesamtvolumen von 90.908 Tonnen. Davon entfielen 79 Prozent auf den Bereich Gebäude, 16 Prozent auf Mobilität und 5 Prozent auf Beschaffung.

In der Diözese Rottenburg-Stuttgart gibt es rund 5.500 Gebäude in kirchlichem Besitz.


Hinweis:
Die Nachhaltigkeitsleitlinien sowie weitere Informationen zum Thema Klimaschutz und schöpfungsfreundliche Kirche finden Sie auf der Website der Diözese unter http://www.drs.de/profil/umwelt.html

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