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Rottenburg/Bad Mergentheim. 23. Oktober 2016. Als Identifikationsfigur sowohl für Einheimische wie auch für Fremde und Touristen, hat Bischof Gebhard Fürst die Stuppacher Madonna bezeichnet. „Das Gemälde prägt den Ort Stuppach und seine Kirche in ganz besonderer Weise“, sagte Bischof Fürst beim Festgottesdienst im Rahmen der Heimattage Baden-Württemberg am Sonntag in der Pfarrkirche Mariä Krönung in Bad Mergentheim. Die Stadt Bad Mergentheim und die katholische Kirchengemeinde feiern in diesem Jahr den 500. Geburtstag des 1516 entstandenen Gemäldes von Matthias Grünewald.

Eines der großen Bilder in der Kunstgeschichte, in denen das Geheimnis Mariens und ihre Bedeutung in der Heilsgeschichte Gottes mit den Menschen ausgedrückt sei, habe seinen Platz in der Pfarrkirche Mariä Krönung, so Bischof Fürst. Maria sei Urbild der Kirche und weise auf Jesus Christus hin. „Sie hat Jesus das Leben geschenkt und war dem Gottes Sohn Heimat“. So sei sie auch Urbild und Heimat für das Leben aller. „Die innige Beziehung einer Mutter zu ihrem Kind ist das tiefste Gefühl von Heimat“, betonte Bischof Gebhard Fürst.

Das vielleicht schönste und tiefsinnigste Madonnenbild der Welt hänge heute nicht in einer weltberühmten Gemäldegalerie, sondern in Stuppach, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann in seinem Grußwort über die Stuppacher Madonna. "Auch die Landesregierung weiß, dass der kulturelle und wirtschaftliche Erfolg Baden-Württembergs nicht nur von seiner Hauptstadt ausgeht, sondern von seiner großen Vielfalt profitiert“. Die Stuppacher Madonna sei damit auch ein Symbol für unser pluralistisches und dezentrales Land, ergänzte Kretschmann.

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