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Rottenburg/Stuttgart. 26. Oktober 2016. Das Interesse an katholischen öffentlichen Büchereien in der Diözese Rottenburg-Stuttgart wächst kontinuierlich. 1.200 ehrenamtliche Mitarbeiter engagieren sich derzeit  in den 180 Büchereien, die allen Menschen offenstehen. Vor fünf Jahren engagierten sich 1.000 Ehrenamtliche. „Sie empfinden die Arbeit mit Büchern und Menschen als sehr attraktiv, da sind echt klasse Leute mit Leidenschaft für Bücher und Menschen dabei“, freut sich die Chef-Bibliothekarin der Fachstelle Medien in Stuttgart, Uschi Ermers. Für ihre Leute gestaltet sie kommenden Samstag einen Fachtag „Bücher, Menschen, Begegnung“ in Rottenburg mit Bischof Gebhard Fürst.

Zwei Drittel der öffentlichen Büchereien werden von den beiden großen Kirchen unterhalten. Dabei kooperieren Kirchengemeinden als Träger der Einrichtungen oft mit den Kommunen vor Ort. Mal bezahlen die Kommunen, deren Bürger vom ehrenamtlichen Einsatz profitieren, die Gehälter der Hauptamtlichen, mal stellen sie die Bibliotheksräume. Einige kirchliche Büchereien haben ihren Bestand inzwischen vom papierenen Buch auf Hörbücher und Videos ausgedehnt. „Am besten gehen immer noch Bilderbücher für Kinder, aber auch gute Krimis.“ Der Umsatz spricht für sich. Vor fünf Jahren verzeichnete Ermers 460.000 Medien diözesanweit und  650.000 Ausleihen; im vergangenen Jahr waren es 500.000 Medien und 700.000 Ausleihen. 

Laut Ermers, die bei der Auswahl des Sortiments berät, sind Begegnungen und Gespräche mit Menschen in der Bibliothek wichtiges Motiv der Ehrenamtlichen. „Ohne diese unbezahlten Kräfte wäre die Arbeit nicht möglich“, unterstreicht sie, „hätten wir sie nicht, müssten 50 Hauptamtliche bezahlt werden.“ Mancherorts wollten mehr Menschen ehrenamtlich mitmachen, als es Bedarf dafür gibt.

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