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Rottenburg. 9. August 2016. Am kommenden Montag (15. August) feiert die katholische Kirche das höchste christliche Marienfest, Mariä Himmelfahrt.  Es erinnert an den irdischen Tod Marias, der Mutter Jesu, und reicht in seinem Ursprung bis ins fünfte Jahrhundert zurück. Mit diesem Fest bringt die Kirche zum Ausdruck, dass Maria mit Leib und Seele, mit all ihren menschlichen Erfahrungen, in die Herrlichkeit Gottes aufgenommen wurde. Insbesondere in den Marien-Wallfahrtsorten der Diözese werden traditionell zahlreiche Pilger zu Festgottesdiensten erwartet.

„Ich stelle mir vor, dass Marias Sorgen und Nöte um den Lebensweg ihres Sohnes, aber auch die Freuden des täglichen Lebens in ihr Spuren hinterlassen haben“, sagt der Weihbischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Johannes Kreidler. Nichts davon sei verlorengegangen, sondern mit der leiblichen Aufnahme Marias in Gott vollendet worden. 

Maria sei Zeichen dafür, dass alle Menschen mit ihrer ganzen Lebensgeschichte, mit den schönen und brüchigen Erfahrungen, vor Gott gelangten und in ihm das Gelingen ihres Menschseins erfahren, so Kreidler. „Mit diesem Fest Marias feiern wir auch das Fest unserer eigenen Zukunft.“

Das Fest der Aufnahme Marias in den Himmel ist in der Ostkirche schon bald nach dem Konzil in Ephesus im Jahr 431 aufgekommen, in der Westkirche wird es seit dem siebten Jahrhundert gefeiert. Im Jahr 1950 verkündete Papst Pius XII. das Dogma „von der ganzmenschlichen Aufnahme Mariens in den Himmel“. 

Obwohl das Fest volkstümlich „Mariä Himmelfahrt“ genannt wird, unterscheidet es sich theologisch von „Christi Himmelfahrt“:  Der Gottessohn steigt aus eigener Machtfülle hinauf zu Gott, seine Mutter hingegen wird aus reiner Gnade von Gott aufgenommen.

Hinweise:
Weihbischof Johannes Kreidler feiert folgende Festgottesdienste:
Sonntag, 14. August, 10.15 Uhr: Wallfahrtskirche Mariä-Heimsuchung, Flochberg
Sonntag, 14. August, 20.00 Uhr: Wallfahrtskirche Ave Maria, Deggingen
Montag, 15. August, 10.00 Uhr: Bergkirche Laudenbach, Weikersheim

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