Nachrichten

Die Caritas der Erzdiözese Rabat kümmert sich in Migrationszentren besonders um Frauen und um unbegleitete Minderjährige, die aus den armen afrikanischen Ländern südlich der Sahara geflohen sind. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart und andere internationale Partner unterstützen sie dabei. Domkapitular Heinz Detlef Stäps berichtet aus einem marokkanischen Zentrum.

Menschen, die vor Gewalt und Krieg fliehen, sind vom UN-Flüchtlingshilfswerk anerkannt. Nach Marokko kommen jedoch vorwiegend Migranten, die Arbeitslosigkeit und fehlende Perspektiven aus ihrer Heimat vertrieben haben. Erzählungen über scheinbar paradiesische Zustände in Europa lockten sie an. Sie hofften über Marroko nach Spanien zu kommen und von Europa aus ihre Familie in der Heimat ernähren zu können. Unterwegs wurden sie oft bedroht und ausgenutzt, sie kommen körperlich oder seelisch am Ende in Marokko an.

"Ist das etwa ein Grund, diesen Menschen nicht zu helfen?", fragt der Rottenburg-Stuttgarter Domkapitular Heinz Detlef Stäps. Während seines Besuches in Marokko denkt er darüber nach, ob es nicht besser wäre, anstatt die Grenzen Europas kompromisslos abzuschotten, diesen Menschen eine befristete Arbeitserlaubnis für drei Monate im Jahr zu erteilen. "Sie könnten danach mit erhobenem Haupt zu ihren Familien zurückkehren, ihr verdientes Geld stolz präsentieren und würden nicht mehr als Flüchtlinge in Marokko versauern", begründet der Leiter der Hauptapteilung Weltkirche seinen Vorschlag.

Wie die Caritas in Rabat, wo Papst Franzsikus Ende März erwartet wird, konkret hilft, beschreibt Domkapitular Stäps in seinem ausführlichen Reisebericht an konkreten Beispielen.

Markus Waggershauser

Archiv