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Rottenburg/Leutkirch. 22. September 2017. Erstmals treffen sich die Vertreter der europäischen Kulturzentren St. Martin von Tours zu Symposium und Generalversammlung in Deutschland. Am kommenden Wochenende (29./30. September) erwartet die deutsche St. Martinus-Gemeinschaft als Gastgeber 50 Teilnehmer aus acht europäischen Ländern in Leutkirch. Ziel der jährlichen Zusammenkunft ist, das Andenken an den Heiligen zu bewahren sowie die Weiterentwicklung der europäischen Martinuswege als Kultur- und Pilgerwege.

Auf dem Programm stehen Vorträge zum Thema „Pilgerschaft auf den Spuren St. Martins im Zeichen des Teilens“. Unter anderen referiert der Freiburger Volkskundler Werner Mezger über die im Ausland wenig bekannten Martins-Bräuche in Deutschland. Der Kieler evangelische Theologe Johannes Schilling nimmt Martin Luther und Martin von Tours in den Blick.

Martinusgemeinschaften gibt es in 12 Ländern Europas. Die deutsche St. Martinus-Gemeinschaft e.V. mit Sitz in Rottenburg ist seit 2014 als "Kulturzentrum St. Martin/St. Martinus-Gemeinschaft e.V." im Netzwerk der Europäischen Kulturzentren Vertreter für Deutschland und damit zuständig für die europäischen Kulturstraßen St. Martin/Via Sancti Martini in Deutschland. Sie geht hervor aus der 2012 gegründeten St.-Martinus-Gemeinschaft Rottenburg-Stuttgart e.V. In diesem Jahr hat sie die Präsidentschaft im Europa-Netzwerk inne.

Seit 2005 ist die Via Sancti Martini eine vom Europarat eingetragene Kulturstraße. Die im Herbst 2016 eröffnete Mittelroute führt vom Geburtsort des Heiligen in Szombathely/Ungarn zu seiner Grablege nach Tours/Frankreich. Das Wegenetz umfasst 2.500 Kilometer und verläuft durch Diözesen in Ungarn, Österreich, Deutschland, Luxemburg, Belgien und Frankreich.
Inspiriert durch die Via Sancti Martini eröffnete Bischof Gebhard Fürst 2011 den Martinuspilgerweg in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Er verbindet auf einer Haupt- und vier Regionalrouten Kirchen und Einrichtungen, die unter dem Patronat des heiligen Martin stehen. Die Hauptroute von Tannheim (Biberach) im Süden bis Schwaigern (Heilbronn) im Norden umfasst ein Wegenetz von über 500 Kilometern, in der gesamten Diözese existieren mehr als 1.200 Kilometer ausgeschilderte Wege.

Hinweis an die Redaktionen:
Sie sind herzlich eingeladen, das Symposium in Leutkirch zu begleiten.
Nähere Informationen beim Geschäftsführer der St. Martinus-Gemeinschaft, Achim Wicker: Tel. 07472-169-588; Martinusgemeinschaft(at)drs.de


Weitere Informationen rund um den Martinusweg unter: http://www.martinuswege.eu/

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