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Damit getragene Kleidung nicht auf dem Müll landet, bringt die "Aktion Hoffnung" seit einem Vierteljahrhundert die Inhalte der Säcke am Straßenrand und der Container in die Weiterverwertung. Im Gegensatz zu kommerziellen Sammlern landet der Erlös in ausgewählten Entwicklungshilfeprojekten.

In regelmäßigen Abständen organisieren Kirchengemeinden und Verbände Straßensammlungen vor Ort und betreuen aufgestellte Container. Das Logo des Vereins "Aktion Hoffnung" bürgt seit 25 Jahren für ordnungsgemäße Verwendung. Gut erhaltene Kleidung führt eine Verwertungsfirma dem Second-Hand-Verkauf in Deutschland zu oder versendet sie an Caritas-Partner in Südamerika und Asien, wo sie Bedürftigen zur Verfügung steht.

Im Gegensatz zu dem Inhalt der vor Häusern aufgestellten Eimer und illegaler Container lässt die "Aktion Hoffnung" die auf diese Weise nicht verwertbaren Spenden zu Dämmstoffen oder Putzlappen weiterverarbeiten. Nur ein sehr kleiner Teil landet noch auf dem Müll. Mit dem erwirtschafteten Geld unterstützt der Verein Hilfsprojekte in Afrika, Friedensinitiativen in Palästina oder Bildungsprojekte hierzulande.

Eine Verdrängung der lokalen Textilindustrie in Entwicklungsländern durch die Kleiderspenden der "Aktion Hoffnung" sieht der geschäftsführende Vorstand Anton Vaas weniger. Es würden sogar Arbeitsplätze geschaffen, indem etwa dort nicht übliche Frauenhosen zu Röcken umgenäht werden, betont er. Das größere Problem sei der massenhafte Import von billigster Neuware aus Asien sowie Art und Umfang des Kleiderkonsums in Westeuropa. Die "Aktion Hoffnung" will auch in den kommenden Jahren einen Beitrag für eine gerechtere Welt zu leisten.

Markus Waggershauser

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