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Rottenburg. 25. Dezember 2016. Mit der weihnachtlichen Botschaft von Liebe und Frieden lassen sich nach Überzeugung des Rottenburger Bischofs Gebhard Fürst Hass und Gewalt überwinden. Der Anschlag von Berlin habe die Menschen mitten ins Herz getroffen, sagte der Bischof in seiner Predigt am Sonntag im Rottenburger Dom. „Weihnachten trägt in diesem Jahr eine tiefe Wunde, wir feiern das Fest in diesem Jahr anders“, betonte er.  Mit der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus werde der Teufelskreis der Missachtung, der Gewalt und des Todes durchbrochen.

Der Bischof betonte, dass jede Form von Hass und Gewalt dem Bild Gottes vom Menschen widerspreche. „Ebenso unfassbar wie Attentate islamistischer Terroristen ist für mich der Hass von Extremisten hierzulande, der jenen entgegenschlägt, die aus den Krisenregionen fliehen und die auf unser Mitgefühl angewiesen sind“, sagte Bischof Fürst und erinnerte an 800 Straftaten gegenüber Flüchtlingen in diesem Jahr. Viele Menschen engagieren sich dem Bischof zufolge für Flüchtlinge. Damit würden sie oftmals traumatisierten Opfern von Gewalt und Krieg Heimat bieten, Wärme, Licht, Geborgenheit.

„Sie haben diese Menschen hineingenommen in die Mitte der Gesellschaft“, dankte der Bischof den Engagierten. Motivation dafür könnten Christen aus der Gewissheit beziehen, dass Gott durch seine Menschwerdung „in die dunkelsten Winkel des menschlichen Lebens hineingekrochen ist“. So zeige er inmitten unseres menschlichen Elends seine ganze göttliche Barmherzigkeit.

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