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Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Nachhaltig Gut Leben" der christlichen Kirchen und des Landes Baden-Württemberg warb Bischof Gebhard Fürst für einen Lebensstil, der das menschliche Miteinander über viele Jahre positiv fördert. Darüber diskutierte er auch mit Landessozialminister Manne Lucha.

In seinem Impulsvortrag in Stuttgart nannte der Bischof als Beispiel für die Förderung eines nachhaltigen Lebensstils das Kloster Heiligkreuztal. Das Bildungshaus profilierte sich zu einem Zentrum für nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum. Dort sammeln zivilgesellschaftliche Akteure sowie kommunal und pastoral Verantwortliche unter dem Motto "Lebensqualität durch Nähe" Erfahrungen in Bereichen wie Nahversorgung, Energiegenossenschaften oder Mobilität.

"Nachhaltigkeit ist die Kultur des rechten Maßes in einer solidarischen Verantwortung über das Heute hinaus", betonte Bischof Fürst. Lebensqualität dürfe nicht nur Steigerung von Konsumverhalten bedeuten. Für Christen sei der Glaube an den Schöpfergott, der Freund allen Lebens ist, der Hintergrund für einen solchen Lebensstil, der nicht auf Kosten anderer realisiert werde. Da wir keinen "Planet B" haben, sei dringender Handlungsbedarf. Sonst müssten die zukünftigen Generationen unter dem heutigen Verhalten leiden.

Markus Waggershauser

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