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Rottenburg. 30.September 2016.

Als großes Potenzial für die Integration von Flüchtlingen hat die Rottenburger Ordinariatsrätin Irme Stetter-Karp die Netzwerke der Kirchengemeinden und karitativen Verbände bezeichnet. Die Vertreterin der Diözese beim zweiten Katholischen Flüchtlingsgipfel am Donnerstag (29.September) in Frankfurt ergänzte, dass vermittelnde Kräfte notwendig seien, um aus Betroffenen Beteiligte an der Gesellschaft zu machen. In der praktischen Fürsorge für geflohene Menschen hätten die Kirchen ihre Stärken bereits gezeigt, jetzt gelte es, als Partner von Kommunen, Politik und Wirtschaft bei der Flüchtlingsintegration zu agieren.

Gleichzeitig sei es Aufgabe der Kirchen, in die derzeit aufgeheizte politische Stimmung sachliche Argumente einzubringen: „Wir dürfen uns nicht irritieren lassen von Schwarz-weiß-Malereien“, sagte Stetter-Karp. Unverzichtbar sei es, bei kritischen Themen wie dem Familiennachzug, im Dialog mit der Politik zu bleiben. „Es ist gut und für die Geflüchteten von Bedeutung, dass die Deutsche Bischofskonferenz sich hier weiterhin klar positioniert und in Solidarität zu ihnen steht“, betonte die Leiterin der Hauptabteilung Caritas in der Diözese.

In den Gemeinden und karitativen Verbänden der Diözese sind rund 8.000 Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe engagiert.

Für die Jahre 2014 bis 2017 stellt die Diözese einen Flüchtlingshilfefonds in Höhe von 18,7 Millionen Euro zur Verfügung, je zur Hälfte für Projekte in der Diözese sowie in den Herkunftsländern der Flüchtlinge.

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